Nein zu Street View: Google macht vielen Angst

Die Stadt Altena nimmt noch bis zum 4. September Unterschriften für den gemeinsamen Widerspruch entgegen.

ALTENA ▪ Die Liste im Bürgerbüro wird immer länger: Rund 150 Bürger der Stadt Altena haben innerhalb einer Woche dem Internet-Konzern Google untersagt, ihre Häuser und Grundstücke zu fotografieren und im geplanten Dienst Street View im Internet zu zeigen.

Auch die Stadt selbst wehrt sich dagegen, dass ihre Gebäude gezeigt werden: Rathaus, Burggymnasium, Burg Holtzbrinck und alle übrigen öffentlichen Gebäude müssen damit ebenfalls unkenntlich gemacht werden.

Befürchtungen des Stadtrates

Stefan Kemper, der Vertreter des urlaubenden Bürgermeisters, kann sich allerdings vorstellen, dass dieses Thema noch einmal im Rat behandelt wird. Auf dessen Initiative hatte die Verwaltung nämlich schon vor Wochen einen entsprechenden Hinweis an Google geschickt. Der Rat habe befürchtet, dass auf den Bildern im Internet auch Personen erkennbar sind und deshalb eine Gefährdung von Persönlichkeitsrechten nicht ausgeschlossen ist, schilderte Kemper den Stand der damaligen Erkenntnisse.

Autokennzeichen und Gesichter

Inzwischen hat Google versprochen, dass es dazu nicht kommen wird – Street view soll so eingestellt werden, dass weder Autokennzeichen noch Gesichter erkennbar sind. Damit sei die Sachlage eine andere, meint Kemper und spricht sich für eine erneute Diskussion im Rat aus.

Im Bürgerbüro können sich Privatpersonen noch bis zum 4. September in die Listen eintragen. ▪ Thomas Bender

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