Neue Chancen, Wege und Ziele

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Nedschroef-Geschäftsführer Karlheinz Munz (rechts) und sein Einkaufsleiter Jürgen Niklas. ▪

ALTENA ▪ „Die Optimierung der täglichen Prozesse spielt eine entscheidende Rolle bei Nedschroef. Nicht nur, um die Produktionskosten zu senken, sondern auch um flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren“, sagt Karlheinz Munz.

Der Geschäftsführer des international tätigen Unternehmens aus der Nette (220 Beschäftigte vor Ort), das nach seinen Worten „zurzeit brummt und brummt“, lebt nach dem Motto: „Neue Chancen, neue Wege, neue Ziele“. Deshalb wurde der Manager sofort hellhörig, als er auf der Preisverleihung zum Manager des Jahres 2011 mit den Ingenieuren Andreas Becker und Hans-Joachim Hagebölling von der Fachhochschule (FH) Meschede ins Gespräch kam.

Die beiden Männer arbeiten an der Hochschule als Technologiescouts, sind also so etwas wie Mittler zwischen Theorie (Hochschule) und Praxis (Firmen vor Ort). Seit gut drei Jahren bringen sie Unternehmen und Bildungseinrichtungen zusammen. So entstanden neben Abschlussarbeiten auch Machbarkeitsstudien und Projekte, die oft vom Land gefördert wurden.

Becker und Hagebölling stellten für Nedschroef den Kontakt zum Masterstudenten Michael Wilting her. Der suchte unter Begleitung von Professor Dr. Paul Gronau noch ein Thema für seine Masterarbeit. Munz lud den jungen Mann aus Unna nach Altena ein, sprach mit ihm und stellte ihm seinen Verkaufsleiter Jürgen Niklas an die Seite. In mehr als einem Jahr Arbeit im Unternehmen mit einer Präsenz von „mindestens drei Tagen die Woche“, erarbeitete er dann Dinge, „die uns helfen, den Alltag zu optimieren. Was Michael Wilting erarbeitet hat, kommt nicht in die Schublade“, sagt Munz und vermittelte den jungen Mann bereits an die ganze Nedschroef-Gruppe mit Standorten von Dänemark bis Spanien.

Strukturiert nahm sich Wilting die durchschnittlich 2500 Fertigungsaufträge pro Monat „zur Brust“, arbeitete sich durch 1500 Artikel und lernte so das Programm des Schrauben- und Komponentenherstellers im Detail kennen. Er schaute „als Außenstehender“ hinter die Kulissen, lernte die Produktionsprozesse kennen und analysierte innerbetriebliche Probleme, um Optimierungsideen vorzubringen. Der Student führte im Hause einen Tool ein, mit dem die Durchlaufzeiten festgehalten sowie Schwachstellen und Engpässe im Produktionsprozess ermittelt wurden. Jeder einzelne Lieferant und Dienstleister kam auf den Prüfstand inclusive aller Arbeitsgänge und Fertigungsaufträge. So traten Stärken und Schwächen zutage, wurde deutlich, bei welchen Arbeitsgängen noch Feinjustierungen möglich waren. „Das hat letztlichdie Anforderungen an unsere Lieferanten erhöht. Wir reden mit denen, die sich störend auf die Durchlaufzeiten auswirken“, so Munz. Noch mal zurück zu Theorie und Praxis: „Bei der Vorgabe ,Reduzierung der Durchlaufzeiten’ haben wir hier bei uns im Haus zehn Prozent angestrebt. Diese Verbesserung ist schon erreicht“, so Munz. Deshalb soll auch die Zusammenarbeit zwischen Nedschroef und FH Meschede weitergehen. Verkaufsleiter Jürgen Niklas: „Ein neues Projekt ist bereits angedacht.“ ▪ Von Johannes Bonnekoh

http://www.gws-mk.de

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