Neben Frau und Familie ist FWG das „Ein und Alles“

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Tim Grabowski, Alexander Lüling, Markus Becker, Dominik Gerland, Ralf Hücking und Jens Anlauf (v.l.) sind jetzt Zugführer in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft.

ALTENA -. Es ist für sie eine besondere Ehre und sie sind froh, dass ihnen so viel Vertrauen entgegengebracht wird: Jens Anlauf, Markus Becker, Dominik Gerland, Tim Grabowski und Ralf Hücking sind jetzt Zugführer der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft.

Ralf Hücking ist 43 Jahre alt und schon mehr als 25 Jahre Mitglied in der Schützengesellschaft. „Das ist die Pflicht eines jeden Altenaers“, meint er und: „Es macht Spaß und mir gefallen Kameradschaft und Gemeinschaft.“ Neun Jahre lang war er Spieß, jetzt ist Ralf Hücking Zugführer (Zug Lennestein), genauso wie einst sein Vater, sein Onkel oder auch sein Vetter. Allein wegen der Verwandtschaft sei er aber nicht Zugführer geworden, „da muss man sich schon verdient gemacht haben“, verdeutlicht Hücking. Unterstützt wird er in seinem Tun für die Gesellschaft von seiner Frau Bianca. „Ansonsten geht’s nicht“, sagt Hücking, „ohne Frau bisse nix!“ Für das Schützenfest 2012 wünscht er sich, „dass die gesamte Stadt Altena friedlich zusammen dieses schöne Fest feiert“.

Das wünscht sich auch Jens Anlauf (Zug Muckebeutel). Zudem hofft der 35-Jährige aber auch: „dass wir in diesem Jahr mehr Mitglieder als der Lennesteinzug haben werden“ – und auf seinem Gesicht macht sich ein fröhliches Grinsen breit. Anlauf war neun Jahre Spieß beim Muckebeutel-Zug und freut sich, dass er jetzt die Veranwortung für „diesen stolzen Zug“ übernehmen darf. Zusammen mit seiner Frau Carolin hat sich der junge Vater das reiflich überlegt, denn im Schützenfestjahr habe man mit dieser Aufgabe eigentlich täglich zu tun und auch die Partnerin habe gewisse Pflichten als „First Lady“. Dafür entschieden haben sich die beiden, weil sie in Punkto Babysitten große Unterstützung seitens der Familie bekommen.

Er ist nicht nur neu an der Spitze des Zuges 4 Mühlendorf, Tim Grabowski ist auch ganz frisch verlobt. Und er sagt, „neben meiner zukünftigen Frau und meiner Familie bedeutet mir die Schützengesellschaft alles.“ Er sei da regelrecht hineingeboren worden. Auch sein Vater war früher Zugführer gewesen. Tim Grabowski hat mit 16 unter seiner Leitung das Zugschild getragen. Dann wurde er irgendwann Spieß, dann Kränzebinderspieß und im Hofstaat war er 2003. Tradition sei ihm wichtig, sagt der 29-Jährige. Das zu verbinden mit der modernen Welt heute, sei nicht immer einfach. Aber: „Die Tradition darf nie verloren gehen“. Sein größter Wunsch für das bevorstehende Fest: „eine Insignie für unseren Zug.“

„Dass das Bier nicht ausgeht“, wünscht sich dahingegen Alexander Lüling. Der 25-jährige hat eine steile Karriere in der Gesellschaft hingelegt: vom einfachen Schützen zum Zugführer (Zug 3 Nette). Es sei aber auch „absolut vorbelastet“. Sein Opa Otto war Hauptmann und König, seine Mutter Ursula war Königin und Schwester Julia ist es noch. „Da ist schon eine gewisse Ehre, wenn man gefragt wird“, lächelt er.

Auch Markus Becker ist in seinem Zug vorher kein Spieß gewesen, wurde vom einfachen Schützen zum Zugführer gewählt (Zug 2 Mühlendorf). Jetzt ist er bei den Vorstandssitzungen dabei, immer im Anzug, „das ist schon etwas Besonderes“. Genau wie das, was sich alle drei Jahre im Schützenzelt abspielt. „Als Kind habe ich ja nur hören können, was da drin los war. Da wollte ich unbedingt da rein.“ Außerdem hat seine Oma Marga ihm immer voller Begeisterung vom Kränzebinden erzählt.

Was kein normaler Schütze je in die Hand nehmen wird, das trägt Dominik Gerland in diesem Jahr zum ersten Mal durch die Straßen der Stadt: die historische Fahne der Gesellschaft. Der 24-Jährige ist neu in der Fahnengruppe. Dominik, der sich bei Feiern seiner Kompanie sonst um die Musik kümmert, freut sich auf seine neue Aufgabe und er hat keine Scheu vorne mitzumarschieren. „Ich war beim Bund und habe dort alles gelernt: das Grüßen, das Marschieren – eben das ganze Programm.“

von Ilka Kremer

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