Imra: RP tritt auf die Bremse

Vor gut einem Jahr stellten Thorsten Kräling (links) und Matthias Rentrop die Pläne vor.

ALTENA -  Arnsberg kann sich mit den Imra-Plänen der Stadt und des Dortmunder Investors Kräling nicht anfreunden. ereits Anfang August teilte die Bezirksregierung schriftlich mit, dass sie der für das Nahversorgungszentrum Rahmede vorgesehenen Verkaufsfläche von insgesamt knapp 2500 Quadrtametern nicht zustimme.

Von Thomas Bender

Die entsprechende Verfügung erließ die Bezirksregierung am 8. August. Wenige Tage später tagte der Hauptausschuss – die Verwaltung ließ dort kein Sterbenswörtchen über diese Entwicklung verlauten. Bis heute sind die Ratsfraktionen nicht über die Bedenken der Bezirksregierung informiert.

Das Nein aus Arnsberg wird mit erheblichen städtebaulichen und landesplanerischen Bedenken gegen das Vorhaben begründet. „Sondergebiete“ wie das in der Rahmede geplante dürften nur dann ausgewiesen werden, wenn „zentrale Versorgunsgbereiche“ – also die Innenstadt – „nicht wesentlich“ beeinträchtigt würden. Genau diese Gefahr sieht die Bezirksregierung aber, wenn in der Rahmede neben dem schon bestehenden Netto-Markt ein 1800 Quadratmeter Lebensmittelmarkt und weitere 650 Quadratmeter beispielsweise für einen Drogeriemarkt gebaut werden. Zustimmen könne die Bezirksregierung den Plänen nur, wenn das Vorhaben deutlich zurückgefahren werde, heißt es weiter. Einer Verkaufsfläche von 1700 Quadratmetern stehe nichts im Wege.

Ob das mit dem Investor zu machen wäre, blieb gestern offen – die Geschäftsführung der Dortmunder Kräling-Gruppe war für unsere Zeitung nicht zu sprechen.

Der Brief aus Arnsberg bedeute zunächst einmal, dass die sogenannte „landesplanerische Abstimmung“ nicht erfolgreich gewesen sei, erläuterte Stadtplaner Roland Balkenhol auf Anfrage. Damit darf die Stadt die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans nicht vornehmen. Balkenhol wies aber auch darauf hin, dass die Bezirksregierung der Stadt einen Erörterungstermin angeboten habe. Diesen Vorschlag werde man aufgreifen.

Balkenhol machte deutlich, dass er die Bedenken der Arnsberger Raumplaner nicht in allen Punkten für schlüssig hält. Er hat das Veto inzwischen an den Gutachter weitergeleitet, der im Auftrag der Kräling-Gruppe eine Standortanalyse und ein Einzelhandelsgutachten erstellt hat und darum gebeten, sich inhaltlich mit den Argumenten der Bezirksregierung auseinander zu setzen. Eine Antwort liege ihm noch nicht vor, sagte Balkenhol auf Anfrage.  

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