Kommunalwahl 2020

Nächster Abgang: Zweites Ratsmitglied verlässt SPD

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Drei der Ratskandidaten der SDA: Ulrich Bieroth, Ulli Weispfennig und Matthias Bergfeld.

Altena – Erst Kemmerling, bald Bergfeld: Auch der SPD-Ratsherr tritt nicht mehr für die Sozialdemokraten an. Beide haben eine neue politische Heimat gefunden.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die soziale und demokratische Alternative (SDA) in der vergangenen Woche einen neuen Vorstand gewählt und die Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. 

Zunächst habe die Wahl eines neuen SDA-Vorstandes angestanden, heißt es in einer  Mitteilung der Gruppierung. Vorsitzender bleibt Ulrich Biroth, der die SDA 2009 nach seinem Austritt aus der SPD gemeinsam mit Yakup Tekin gegründet hatte. 

Stellvertreter wurde Michael Laser, zur Schriftführerin wählten die Mitglieder Monika Biroth. Überraschung dann bei der Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl: Matthias Bergfeld, bisher noch Mitglied der SPD-Ratsfraktion, tritt im September für die SDA an. 

Freude über erfahrenen Kommunalpolitiker

„Matthias Bergfeld ist vor einiger Zeit mit der Bitte an mich herangetreten, zur SDA zu wechseln“, schildert Biroth. Dem habe der Vorstand nach kurzem Überlegen zugestimmt, weil es nicht verkehrt sei, einen weiteren, erfahrenen Kommunalpolitiker in den Reihen der SDA zu wissen. Bergfeld selbst war für das AK gestern nicht zu erreichen. 

In der Vergangenheit hatte er sich in den sozialen Medien und im Internet immer wieder kritisch und teils abfällig über die SPD geäußert und mitgeteilt, dass er die Partei verlassen habe. 

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Schmitz bestätigte gestern, das Bergfeld und die SPD zukünftig getrennte Wege gehen werden. Bergfeld wird im Wahlbezirk 3 (Grundschule Mühlendorf) für die SDA antreten. 

Die Wahlkreiskandidaten:

Weitere Wahlkreiskandidaten sind: Falk-Gregor Hubrath (Knerling), Monika Laser (Sauerladhalle), Michael Laser (Gemeindezentrum Mühlendorf), Gudrun Fingerhut (Stadtpavillon), Jörg Kiesow (Realschule Nette/Lennestein), Ulrich Biroth (Nettenscheid/Steinwinkel), Hans Dickel (Evingsen1), Volker Mischnick (Evingsen 2), Wolfgang Krietsch (Dahle1), Monika Biroth (Burg Holtzbrinck), Ulrich Weispfennig (Breitenhagen 1), Stefanie Ingenpaß (Breitenhagen 2), Christopher Rosenbaum (Rahmede 1) und Julia Laser (Rahmede 2). Damit tritt die SDA in 15 der 16 Wahlbezirke an. Nicht besetzt werden konnte der Wahlkreis Dahle 1. 

Auch über die Reserveliste wurde abgestimmt. Sie ist wichtig, weil die Chancen der SDA auf Direktmandate gering sind und ein Einzug von Kandidaten in den Rat damit nur über die Reserveliste möglich sein dürfte. 

Die Reserveliste

Auf Platz eins steht Ulrich Biroth, es folgen Michael Laser, Matthias Bergfeld, Ulrich Wespfennig und Volker Mischnik. Erklärtes Wahlziel sind acht Prozent der Stimmen, das dürfte für drei Mandate reichen. 

Bei der Kommunalwahl 2014 holte die SDA 3,8 Prozent, das reichte nur für ein Mandat. Damit hatte die SDA keinen Fraktionsstatus und konnte beispielsweise keine Anträge stellen. 

Inhaltliche Schwerpunkte will die SDA in den Bereichen Jugend und Kultur setzen und sich für die Belange der Stadtteile einsetzen. „Auch in der Verwaltung muss sich einiges ändern“, sagt Biroth.

Kemmerling tritt für Linke an

Nach demStreit in der Altenaer SPD, der im Austritt des Altenaer Ratsherrn Reiner Kemmerling gipfelte, schließt sich dieser nun den Linken an. 

Auschlaggebend für den Parteieiintritt seien drei Punkte gewesen, betont der 59-Jährige. 1. Die Partei setze sich für Gerechtigkeit und sozial Schwache ein. „Das ist der Grund, warum ich überhaupt in die Politik eingetreten bin“, sagt Kemmerling. 2. „Ich kann mithelfen, in Altena eine Ortsgruppe der Linken aufzubauen. Wir sind eine junge Gruppe, die noch viel Entwicklungspotenzial hat."

 3. So könne er für seinen Wahlbezirk Drescheider Berg und unterer Breitenhagen wieder bei der Kommunalwahl antreten. Ab sofort sitzt Kemmerling als Linker im Rat und kann „ab sofort Wahlkampf für die Partei machen“.

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