Altena: Bittere Zeiten am Kohlhagen

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Ralf Schilling sieht ein, dass am Kohlhagen viel saniert werden muss. Die Informationspolitik der Stadt allerdings empfindet er als miserabel.

Altena Über die Informationspolitik in Sachen Kohlhagener Weg ist Ralf Schilling als Hausbesitzer alles andere als erfreut

Die Planungen der bevorstehenden Mammutbaustelle seien völlig am Bürger vorbei gegangen. „14 Tage vorher sind wir informiert worden, dass wir ab April nicht mehr durchfahren und parken können. Und das bis zum Wintereinbruch!“ Enervie, Stadtwerke, Westnetz, Telekom und Stadt haben am Kohlhagener Weg einiges zu tun.

Einiges zu tun

„Eigentlich wird bis auf einen Kanal alles erneuert, was die Straße hergibt, erklärt Marvin Berg, zuständig für die Tiefbauangelegenheiten der Stadt Altena. Der schmale Kohlhagener Weg wird dazu auf 2,70 Metern Grabenbreite in 60-Meter-Etappen aufgerissen. Durchfahren wird unmöglich sein, das Anfahren der Häuser von beiden Seiten des Baugebiets wird gestattet. „Mit dem Parken wird es schwierig“, gibt Marvin Berg zu. In Absprache mit dem Tiefbauunternehmen kann der Kohlhagen zwischen Feierabend und Dienstbeginn genutzt werden. Darüber hinaus werden die Anwohner in die Nette ausweichen müssen. Und das bis zum Wintereinbruch, denn erst in 2017 wird mit dem Auftragen der letzten Straßendeckschicht die Maßnahme abgeschlossen sein. Ralf Schilling als Vermieter am Kohlhagen weiß nicht, wie er das seinen Mietern begreiflich machen soll. „Das sind Senioren über 80.

Senioren über 80

Die kann man doch nicht zu Fuß über die Berge schicken!“ zeigt sich der Hausbesitzer erbost. Auch die Pilatustreppe, einst Verbindungsweg zwischen Kohlhagen und Nette, ist stillgelegt worden. „Miserabel geplant!“ findet Ralf Schilling, der aus der Anliegerversammlung am Mittwoch wenig hilfreiche Informationen mitgenommen hat. Auch die Kosten ärgern ihn - obwohl sich der Eigenanteil der Hausbewohner durch die Masse der Bauträger erheblich verringert: „Null Transparenz!“ schimpft Schilling, der sich vorbehält, die Endabrechnung juristisch prüfen zu lassen und gegebenenfalls auch einen Sachverständigen einzuschalten. „Das Recht dazu haben wir. Und davon sollten wir Gebrauch machen.“

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