Rat entscheidet über Interkommunale Zusammenarbeit

Bauhofmitarbeiter aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde: Die Kooperation gerät ins Wanken.

ALTENA - Es knirscht mächtig im Getriebe: Am kommenden Montag wird der Rat eine Entscheidung darüber treffen müssen, ob und wie es mit der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde weitergeht.

Erst im Juli stand das Thema im Altenaer Rat auf der Tagesordnung – einstimmig beschloss die Politik unter anderem die Zusammenlegung der beiden Bauhöfe und eine Zusammenarbeit im Bereich Immobilienmanagement. Geplant war, dass sich eine Woche später der Nachrodter Rat in gleichlautenden Beschlüssen zur Kooperation bekennen sollte. Dem verweigerte sich das dortige Gemeindeparlament jedoch: Einer Zusammenarbeit im Bereich Gebäudemanagement mochte es gar nicht zustimmen. Die Zusammenlegung der Bauhöfe wurde zwar als Ziel definiert, eine konkrete Beschlussfassung aber in das Jahr 2015 verschoben.

Für die Stadt Altena kam diese Entwicklung überraschend. Es sei nun „eine politische Entscheidung darüber erforderlich, ob eine Fortsetzung der interkommunalen Zusammenarbeit (...) erfolgen soll“, schreiben Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Stadtkämmerer Stefan Kemper in ihrer Verwaltungsvorlage.

Die beiden Spitzenbeamten legen zwar erneut ein Bekenntnis pro Kooperation ab und beschwören die „Sicherung eines kommunalen Dienstleistungs- und Infrastrukturangebots“. Jetzt sei aber der Rat gefordert – er müsse eine „strategische Abwägung“ treffen und in diesem Zuge untersuchen, ob der Nachrodter Beschluss noch mit den Prämissen der Altenaer Politik in Einklang zu bringen sei. - Von Thomas Bender

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