Stolpersteine: Familiärer Brückenschlag

Zwei der Altenaer Stolpersteine. Sie sollen demnächst von der Stolperstein-Initiative gereinigt und poliert werden.

Altena -  Das Stolperstein-Projekt schlägt jetzt auch Brücken nach Frechen bei Köln und in die Vereinigten Staaten. Von dort haben sich Ingrid Dobiey-Heinemann (aus Frechen) und Steve Heinemann aus New York gemeldet.

Sie sind Großnichte und Großneffe von Siegmund Heinemann und besuchen noch in diesem Sommer die Burgstadt. Siegmund Heinemann ist einer der Altenaer, an die mit den Stolpersteinen erinnert wird. Die beiden Familienmitglieder aus der Nachfahrengeneration werden am 21. August in der Burgstadt erwartet.

Der Bildhauer Gunter Demnig hatte die Altenaer Stolpersteine im November 2015 gesetzt. Sein Projekt erinnert bundesweit an die Vertreibung und Ermordnung von Juden, Sinti oder Roma, politisch Verfolgten, von Homosexuellen, Zeugen Jehovas oder der Euthanasie-Opfer während der Zeit des Nationalsozialismus. An den letzten Wohnorten der Opfer werden Messing-Plaketten mit ihren Lebensdaten im Boden verankert. Mittlerweile gibt es Stolpersteine in mehr als 1000 Orten in Deutschland und 20 Ländern in Europa.

Die örtlichen Initiatoren sind Stefanie Ingenpaß und Ulrich Weispfennig. Lange Zeit hatte das Duo die Geschichte von Altenaer Juden, die von den Nazis ermordet wurden, recherchiert. Mit einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates war schließlich der Weg frei geworden, insgesamt zehn Stolpersteine in der Stadt zu verlegen, die an vier Orten das Schicksal ehemaliger Mitbürger in Erinnerung rufen (AK berichtete mehrfach). Ermöglicht wurde – oder wird – die Finanzierung des Projektes durch viele Spenden. Etwa acht bis zehn Stolpersteine sollen noch verlegt werden, berichtet Stefanie Ingenpass.

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