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Nach über zwei Jahren: Kreis deaktiviert Corona-Krisenstab

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In den Impfstellen in Lüdenscheid und in Iserlohn sowie durch die mobilen Teams des Impfzentrums wurden bis Ende September 2021 insgesamt etwa 294 000 Impfungen durchgeführt.
In den Impfstellen in Lüdenscheid und in Iserlohn sowie durch die mobilen Teams des Impfzentrums wurden bis Ende September 2021 insgesamt etwa 294 000 Impfungen durchgeführt. © Schneider/Märkischer Kreis

Mehr als zwei Jahre lang hat die Pandemie die Arbeit der Kreisverwaltung maßgeblich geprägt. Nun ist der Corona-Krisenstab des Märkischen Kreises vorerst deaktiviert worden. Das steckt dahinter.

Altena – Im Februar 2020 hatte der damalige Landrat Thomas Gemke (CDU) erstmals den Krisenstab aktiviert. Den ersten nachgewiesenen positiven Fall bestätigte das Gesundheitsamt am 28. Februar 2020. Bis heute sind im Kreisgebiet 127 950 Infektionsfälle mit SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. 124 892 Menschen gelten als genesen. Es gab bislang 635 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Im Märkischen Kreis waren sehr viele Bereiche mit Corona befasst. Das Gesundheitsamt wurde in der Spitze auf mehr als 100 Mitarbeiter aufgestockt, um die Arbeit zu bewältigen. Bei der Eindämmung der Corona-Pandemie ist der Kreis mehrfach von Bundeswehrsoldaten unterstützt worden, die an sieben Tagen in der Woche unter anderem in der Kontaktnachverfolgung tätig waren (wir berichteten).

Die ersten Corona-Schutzimpfungen erfolgten am 27. Dezember 2020 in einem Seniorenzentrum in Iserlohn. Im Impfzentrum Lüdenscheid wurden am 8. Februar 2021 die ersten 264 Impfungen vorgenommen. In den Impfstellen in Lüdenscheid und in Iserlohn sowie durch die mobilen Teams des Impfzentrums wurden bis Ende September dann insgesamt etwa 294 000 Impfungen durchgeführt. Mehr als 700 Menschen haben in den Impfstellen und mobilen Teams für die Bürger im Märkischen Kreis gearbeitet.

Der Kreis hat nun seinen Krisenstab zur Bekämpfung der Corona-Pandemie deaktiviert. Eine entsprechende Meldung ist an die Bezirksregierung Arnsberg gegangen. „Es ist aktuell nicht mehr erforderlich, dass Pandemiegeschehen in Krisenstabstrukturen zu bewältigen“, berichtet Krisenstableiter Horst-Peter Hohage und ergänzt: „Die Pandemie ist nicht vorbei. Wir werden unsere Aufgaben im Rahmen der Pandemiebewältigung selbstverständlich weiter wahrnehmen. Die Arbeit ist mittlerweile in die Regelstrukturen übergegangen und wird in den jeweiligen Fachdiensten professionell fortgeführt.“

In der vorerst letzten Sitzung bedankte sich Landrat Marco Voge (CDU) bei allen Mitarbeitern, die bei der Bewältigung der Corona-Pandemie im Einsatz waren. „Mein Dank geht aber selbstverständlich auch an alle, die bei der Bewältigung der Pandemie ins Rad gegriffen haben. Zudem allen Freiwilligen, Helfern in der Not, Kümmerern, Seelentröstern, Mutmachern und Kraftspendern. Sie alle haben gemeinsam über schwierige Situationen mit Hand, Herz und Verstand hinweggeholfen“, so der Landrat.

Ein so großes und langes Krisenmanagement wie in der Corona-Pandemie habe es zuvor noch nicht gegeben. Voge: „Nicht im Märkischen Kreis und vermutlich auch nicht in anderen Kreisen. Das betrifft sowohl die Breite der getroffenen Entscheidungen als auch die Dauer der Arbeit. Es ist eine Meisterleistung, dass solch ein Kraftakt im Kreis über alle Dienstwege hinweg mit dieser Ausdauer gestemmt worden ist.“ Aktuell sei der Krisenstab nicht mehr erforderlich. Voge: „Er kann bei Bedarf aber wieder aktiviert werden.“

Mit der Deaktivierung des Krisenstabs läuft auch die tägliche Bekanntgabe der aktuellen Fallzahlen und Entwicklungen zum 27. Mai aus. Denn das Infektionsgeschehen habe weitestgehend keine Auswirkungen mehr auf das öffentliche Leben, begründet der Kreis.

Dashboard

Aufrecht erhalten wird der Märkische Kreis auch über den 27. Mai hinaus seinen Service, Fall- und Kennzahlen im Dashboard des Kreises.

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