Nach Rücktritt  von Reiner Kemmerling: So geht's weiter mit der SPD

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nach dem Rücktritt von reiner Kemmerling (stehend) muss sich die SPD in Altena völlig neu aufstellen.

Altena – Der Chef schwer krank, der Vize wirft nach großem Streit hin: Die SPD muss sich nun komplett neu aufstellen.

Wie geht es weiter mit der SPD Altena? Diese Frage stellt sich, nachdem der Ortsvereinsvorsitzende Lutz Vormann sein Amt wegen seiner schweren Krankheit allenfalls noch sehr eingeschränkt ausüben kann und sein Stellvertreter Reiner Kemmerling sämtliche Ämter niedergelegt hat und aus der SPD ausgetreten ist

Gordon Dudas, der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, sieht keinen Grund zur Panik: Sicherlich gebe es Optimierungsbedarf, den gebe es auch in anderen SPD-Ortsvereinen. Altenas Ortsvereinsvorstand sei arbeitsfähig. 

Lösungen gefunden

Mit Markus Ferber gebe es noch einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, der sich um die jetzt anstehenden Aufgaben kümmern werde. Ferber teilte mit, der Vorstand habe sich am Mittwoch zu einer konstruktiven Vorstandssitzung getroffen und für die vakanten Positionen im Vorstand nach einer Lösung gesucht. 

Gewählt werden soll bei einer Mitgliederversammlung Ende Juni. Außerdem steht bei der SPD noch die Wahl der Wahlkreiskandidaten für die Kommunalwahl aus. Auch die Reserveliste muss noch festgelegt werden. 

„Mit einem engagierten und verjüngten Team werden wir in den Wahlkampf gehen“, verspricht Ferber. Aus Kreisen der SPD war zu erfahren, dass die Reserveliste eines der Probleme war, die in den vergangenen Monaten in der Partei für Streit sorgten. 

Streit über Listenplätze

Weil die SPD sich keine großen Hoffnungen auf eine größere Anzahl von Direktmandaten machen kann, entscheidet die Reihenfolge auf der Reserveliste, wer in den Rat kommt und wer nicht.

Stark umstritten war intern auch die Entscheidung, auf die Nominierung eines SPD-Bürgermeisterkandidaten zu verzichten. Das geschah nach Angaben von Insidern maßgeblich auf Initiative von Reiner Kemmerling und Irmgard Ibrom. 

„Geborener“ SPD-Kandidat für das Bürgermeisteramt sei wegen seiner Doppelrolle als Partei- und Fraktionsvorsitzender Lutz Vormann, teilte der SPD-Vorstand im Januar mit. Da ihm aber eine Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen nicht zuzumuten sei, habe der man aus „Respekt und Verantwortung“ ohne Gegenstimme beschlossen, keinen Bewerber zu nominieren. 

Mediation unvollendet geblieben

Spätestens seit diesem Beschluss gab es in der SPD heftige Feindseligkeiten, die am Ende dazu führten, dass auch der Unterbezirk eingeschaltet wurde. Geplant war eine Art Mediation, die allerdings wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten sei, wie Dudas berichtete. „Ich bedauere das persönlich sehr. Herr Kemmerling hat sein Amt immer gut geführt“, sagte er zu dem Rücktritt des 59-Jährigen.

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