Burgrestaurant schon wieder ohne Pächter

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Tolle Lage, tolle Kulisse, aber kein Pächter für das Restaurant.

Altena - Der Märkische Kreis sucht schon wieder einen neuen Pächter für das Restaurant auf der Burg Altena. Mit Andrea Kähne, die seit dem vergangenen Herbst auf der Burg tätig war, konnte sich die Verwaltung „nach Ablauf der vereinbarten Probezeit nicht einigen“, heißt es in einer am Mittwoch verschickten Pressemitteilung.

Jetzt drängt die Zeit. Zwar laufen derzeit noch Renovierungsarbeiten im Burgrestaurant, die sollen aber Mitte nächsten Monats abgeschlossen sein. Ideal wäre es natürlich wenn bis Ostern – mit Beginn der Tourismussaison – ein neuer Pächter gefunden wäre.

Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus, berichtete auf Anfrage, dass bereits einige Gepräche geführt worden seien. Unter anderem habe der Kreis sich vom Hotel- und Gaststättenverband beraten lassen. Dabei sei aber auch deutlich geworden, dass die Branche insgesamt Probleme habe. Krüger: „Es fehlen 250000 Fachkräfte“.

Hinzu kommt, dass an das Burgrestaurant ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, die hohe Flexibilität erfordern: Mittags eine eher schnelle und preiswerte Küche für Touristen, abends die gehobenere Gastronomie, dazu dann noch das Catering auf dem Burghof beim Mittelaltermarkt und anderen Großveranstaltungen – das ist nicht einfach.

Andererseits hat die Burg Altena mit etwa 130 000 Besuchern im Jahr natürlich ein großes Potenzial. Das Restaurant ist in gutem Zustand, zuletzt wurden 2008 sämtliche Sanitäreinrichtungen komplett saniert.

Das Restaurant erhält in diesen Tagen ein neues Aussehen. Der mittelalterlich-rustikale Charakter der Höhenburg soll sich auch in der Restaurantausstattung widerspiegeln. Die Kosten für die Renovierung und die neue Möblierung in Höhe von 80000 Euro übernimmt der Kreis.

Bei den Arbeiten wurde auch die alte Holzbalkendecke wieder frei gelegt. In der Küche wird eine Brandschutzdecke eingezogen. Bei den Vorbereitungen dazu stieß das Gebäudemanagement auf eine Überraschung: Es wurde eine sogenannte Kölner Decke freigelegt, eine Konstruktion aus Deckenbalken und den darüber liegenden Dielen, die vollständig von Putz überzogen. Sie wurde als vermutlich älteste Deckenkonstruktion auf der Burg registriert. - pmk/ben.-

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