Giftmüll-Funde im MK: Es gibt eine erste Spur

Fässer mit Chemikalien - wie diese von der Fuelbecke -wurden jetzt auch am Honsel gefunden.
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Fässer mit Chemikalien fanden Spaziergänger im Wasserschutzgebiet.

Nach den beiden Giftmüll-Funden im MK laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Ob und welche giftigen Chemikalien sich in den Fässern befanden, ist noch unklar. Doch es gibt eine Spur.

Waren in den Fässern und Kanistern tatsächlich giftige Chemikalien enthalten? „Zu den Inhalten der Behältnisse können wir immer noch keine Auskunft erteilen, weil wir immer noch kein Ergebnis vorliegen haben“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls am Montagnachmittag (1. Februar).

Auf den Fässern und Kanistern, die eine Spaziergängerin am 21. Januar rund 40 Meter von der Fuelbecker Talsperre entfernt im Wald gefunden hatte, waren Aufkleber gewesen, die auf Salzsäure und ätzende Natronlauge in den Behältern hingewiesen hatten.

Hinweise auf ein Unternehmen auf den Fässern

Auch auf den Behältnissen, die Anwohner Ralf Seihsler am 22. Januar an seinem Schuppen am Honselweg gefunden hatte, waren Etiketten befestigt gewesen. Sie zeugten von Substanzen, die in der Galvanik genutzt werden. Spezialisten der Firma Lobbe hatten an beiden Fundorten Proben entnommen.

„Die Ermittlungen dauern an“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls. Klar ist inzwischen, dass es an den illegal entsorgten Fässern und Kanistern auch Hinweise auf ein Iserlohner Unternehmen gegeben hatte. Das bestätigte Hüls auf Nachfrage.

Entscheidend aber sei, wer die mutmaßlich giftigen Chemikalien illegal an beiden Standorten entsorgt habe und nicht, wem die Fässer ursprünglich mal gehört haben könnten. Oder, wie es der Polizeisprecher am Montag formulierte: „Nicht jede Kiste Krombacher, die im Wald rumliegt, wurde auch von der Brauerei Krombacher dort abgestellt.“

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