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Nach Flutschaden: Bürgerservice kehrt zurück zum Markaner

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Von: Thomas Bender

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Als der Nettebach den Markaner flutete, drang das Wasser auch in Teile des Stadtpavillons ein. Jetzt ist er wieder trocken, das Bürgerbüro kann zurückkehren.
Als der Nettebach den Markaner flutete, drang das Wasser auch in Teile des Stadtpavillons ein. Jetzt ist er wieder trocken, das Bürgerbüro kann zurückkehren. © Thomas Bender

Der Nettebach flutete am 14. Juli das Bürgerbüro am Markaner. Es dauerte Monate, bis der Schaden behoben war. Im Dezember wurde der letzte Bautrockner abgeschaltet. Alles ist wieder hergerichtet – und jetzt steht auch der Termin für den Wiedereinzug der Mitarbeiter fest. 

Altena – „Hier war die Wasserscheide.“ Thorsten Wattenberg vom Immobilienmanagement der Stadtverwaltung zeigt auf einen Punkt hinter der Eingangstür des Stadtpavillions am Markaner. Nach rechts floss dort das Wasser, als der Nettebach am 14. Juli den Busbahnhof flutete. Die Büros der Stadtwerke und der Mark-E liegen links, sie blieben trocken. Nur das Bürgerbüro stand unter Wasser – zwar nur knöchelhoch, aber es hat Monate gedauert, bis der Schaden behoben war.

Der neue Teppichboden liegt, die Wände sind gestrichen, nun wird geputzt. Am Mittwoch, 26. Januar, sollen die drei Mitarbeiter an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dazu müssen im Ratssaal, wo der Bürgerservice während der Sanierung des Hochwasserschadens untergebracht war, Computer und Telefone ab- und am Markaner wieder aufgebaut werden.

Deshalb ist der Bürgerservice an diesem Tag nicht geöffnet und auch telefonisch nicht erreichbar. Am Donnerstag, 25. Januar, läuft dann ab 14 Uhr wieder alles wie gehabt, hofft Ulrike Anweiler, die als Chefin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung auch für den Bürgerservice zuständig ist.

Und wenn es nicht klappt? Dann greift Plan B: „Wir lassen einen Arbeitsplatz im Ratssaal. Der zieht erst um, wenn wir wissen, dass am Markaner wieder alles funktioniert“, sagt Anweiler.

Die Stühle für den Wartebereich werden eigentlich gar nicht gebraucht: Der Bürgerservice arbeitet weiter mit Terminvergaben.
Die Stühle für den Wartebereich werden eigentlich gar nicht gebraucht: Der Bürgerservice arbeitet weiter mit Terminvergaben. © Thomas Bender

Eigentlich sieht alles aus wie immer. Stühle und Schreibtische haben Metallfüße, denen konnte das Wasser nichts anhaben: „Nur die Schränke, die hatte ich schon abgeschrieben“, meint Wattenberg und freut sich, dass die Sockel nicht aufgequollen sind und deshalb auch diese Möbel weiterverwendet werden können. Die EDV und die wichtigsten Akten hatten Stefan Kemper und Tanja Jäker unmittelbar nach der Überflutung in Sicherheit gebracht.

Dass es so lange gedauert hat, bis der Bürgerservice zurückkehren konnte, liegt an der Geschichte des Gebäudes, das ursprünglich die Wartehalle für den Busbahnhof gewesen ist. „Wir haben hier deshalb einen Verbund-Estrich, der wesentlich schwieriger zu trocknen ist als ein schwimmender“, erklärt Wattenberg. Bis Dezember liefen die Bautrockner.

Die ehemalige Wartehalle wurde in den 1980er Jahren so umgebaut, dass dort Büroarbeitsplätze eingerichtet werden konnten. Mit dem Bürgerbüro in Innenstadtlage kam die Stadt ihren Bürgern nicht nur räumlich näher: Sie sollten auch jederzeit und ohne Voranmeldung Behördengänge erledigen können.

Mit Beginn der Corona-Pandemie verabschiedete man sich von dieser Idee, jetzt läuft alles über eine Terminvergabe, die telefonisch (Telefon 0 23 52 / 20 93 20) oder noch besser online über www.terminland.eu/altena/ erfolgen kann. Das Verfahren habe sich bewährt und sollte ihrer Ansicht nach beibehalten werden, meint Ulrike Anweiler.

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