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Telekom für den Ernstfall gerüstet

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Von: Thomas Bender

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savecontainer
Als der Container endlich eingehoben werden konnte, war es schon dunkel. © Bender, Thomas

Zentimeterbreit sind nach dem Felssturz am Mittwochabend die Risse in der Außenwand der Telekom-Vermittlungsstelle an der Bachstraße, von außen drückt tonnenschweres Gestein gegen diese geschwächten Mauern – für die Telekom Grund genug, sich rein vorsorglich auf den größtmöglichen Ernstfall vorzubereiten. Ein sogenannter Save-T-Container wurde nach Altena gebracht. Er enthält die komplette Technik einer Vermittlungsstelle. Zuletzt waren solche Container nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz.

„Dabei handelt es sich aber um eine reine Vorsorgemaßnahme. Die Vermittlungsstelle vor Ort funktioniert bislang weiterhin ohne Einschränkungen. Es gibt keine unmittelbaren Auswirkungen auf unser Netz und unsere Kunden“, versicherte auch gestern Telekom-Sprecher Nico Göricke – aber sicher ist sicher, vor allem wenn es sich um eine so komplizierte logistische Aufgabe handelt wie in diesem Fall.

110 Tonnen-Kran im Einsatz

Der Save-T-Container musste über die Bebauung an der Bachstraße gehoben werden – dafür wurde ein 110 Tonnen-Kran der Firma Schiwek angefordert, der auch pünktlich vor Ort war – ab jetzt konnte der Verkehr zwischen der Fritz-Berg-Brücke und der Feuerwache nur einspurig fließen, Mitarbeiter des Ordnungsamtes regelten den Verkehr.

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Die Wiederlager für den Container mussten genau ausgerichtet werden. © Bender, Thomas

Wer auf sich warten ließ, war der Container – der stand im Stau und war erst gegen 16 Uhr vor Ort. Und einfach abladen geht in solchen Fällen auch nicht: Zunächst mussten Widerlager aufgestellt und ausgerichtet werden. Das dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Als der Container dann eingehoben wurde, musste die Bachstraße komplett gesperrt werden – schlecht vor allem wegen der unmittelbar benachbarte Feuer- und Rettungswache, die so von der Innenstadt und der Rahmede abgeschnitten war. Deshalb wurden ein Rettungswagen und ein von der Löschgruppe Mühlendorf besetztes Löschfahrzeug an der Ecke Markaner/Fritz-Berg-Brücke in Stellung gebracht.

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Aus der Zugmaschine musste jede Menge Equipment ausgeladen werden. © Bender, Thomas

Der große Kran kam mit dem 13 Tonnen schweren Container an seine Grenzen, weil die Ausladung recht groß war. Und als die Ersatz-Ortsvermittlung endlich an Ort und Stelle, war die Aktion noch nicht beendet: Das Telekom Notfall-Team musste die Stromversorgung herstellen, damit die Klimaanlage im Betrieb genommen und der Container damit geheizt werden kann. Und es rückten schon die nächsten großen LKW an, diesmal vom Bauunternehmen Müller. Das hatte den Auftrag bekommen, das Gebäude zu sichern – dafür waren schwere Baustützen erforderlich, die ebenfalls mit Hilfe des Krans abgeladen wurden.

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