Burgmuseum: Warten auf Entscheidungen

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In den nächsten Wochen müssen sich die Nebel lichten. Dann wird entschieden, in welcher Höhe Gelder für Veränderungen rund ums das Museumskonzept bereit gestellt werden. ▪

ALTENA ▪ Auf mehr als 20 Seiten ist in einer Aufstellung für den Kulturausschuss des Märkischen Kreises beschrieben, welche organisatorischen Veränderungen zum Beginn des Burgaufzug-Betriebes im Museum auf der Wulffsegge umgesetzt werden sollen.

Einleuchtender Hintergrund: „Die Realisierung des Erlebnisaufzugs hat Auswirkungen auf die komplexen Betriebsabläufe der Museen“, hat die Kreisverwaltung geschrieben. Die Lage der Bergstation mitten im Burghof stehe in einem gewissen Widerspruch zur Architektur der Wehranlage und zur Dramaturgie des Museumsrundgangs. Außerdem müsse „angemessen“ auf die durch den Aufzug zu erwartende Steigerung der Besucherzahlen reagiert werden.

Derzeit wird ihre Zahl auf 114 000 beziffert, die sich zusammensetzt aus Museumsbesuchern, Gästen im Restaurant und der Jugendherberge und Veranstaltungsbesuchern. Als reine Museumsbesucher werden derzeit jährlich durchschnittlich 65 000 gezählt. Diese Zahl werde sich künftig um 18 000 auf 83 000 heben lassen. 55 000 davon sollen nach einem Gutachten der „Projekt2508 Tourismusmarketing“ dabei vom Aufzug Gebrauch machen.

Und die Fertigstellung des Aufzugs rückt zusehends näher, die Stollenarbeiten zumindest kommen gut voran. Weitere konkrete Entscheidungen über Veränderungen auf dem Burgberg stehen auf Kreisebene am 26. Februar ins Haus, wenn der Kulturetat für 2013 beraten werden. Zur Erinnerung: Die im Februar 2012 vom Kulturausschuss befürworteten „Handlungsempfehlungen“ sehen Investitionen von rund 270 000 Euro vor, wovon jedoch 70 000 Euro für eine Erneuerung der Toilettenanlage bereits im Haushalt 2012 untergebracht waren. Abzüglich einer Beteiligung der Kulturstiftung an der Burgparksanierung in Höhe von 25 000 Euro verbleibt immerhin noch ein Investitionspaket von 175 000 Euro. Der laufende jährliche Mehraufwand wird auf rund 91 000 Euro beziffert. Natürlich stehen diese Summen unter einem „Finanzierungsvorbehalt“. Die Kreispolitik ist also gefragt, in welcher Höhe sie Gelder bereit stellen kann. Mit der Verabschiedung des Haushaltsplanes ist für März oder April zu rechnen.

Für Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein, der auch für Tourismusförderung zuständig ist, steht indes fest: „Wenn die Aufzugtür auf geht, muss da oben etwas sein.“ Es gebe derzeit zahlreiche Gespräche und Abstimmungen bezüglich Marketing und Erschließung neuer Besuchergruppen. Ein Stichwort dabei: Busreisen. ▪ Thomas Keim

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