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Nach der Flut ins Leben gerufen: Das Kindercafé ist Geschichte

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Von: Thomas Bender

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Im Apollo-Kino sahen sich Kinder und Eltern den neuesten Minion-Film an.
Im Apollo-Kino sahen sich Kinder und Eltern den neuesten Minion-Film an. © Bender, Thomas

Das Kinderzimmer voller Schlamm, der Sandkasten im Garten fortgespült, die Eltern verzweifelt und am Limit – auch Kinder litten auf vielfältige Weise unter den Folgen des Hochwassers im Sommer 2021.

Denn das Hochwasser traf Altena so heftig wie keine andere Kommune im Märkischen Kreis. Deshalb gründete die Caritas vor einem Jahr das Kindercafé.

Dort konnten sich Kinder anfangs einmal pro Woche treffen, später wurde wegen des nachlassenden Interesses ein 14-Tage-Rhythmus eingeführt (wir berichteten). Als zuletzt kaum noch Kinder kamen, habe man beschlossen, das Angebot einzustellen, berichtet Jana Stein von der Caritas-Erziehungsberatungsstelle. Das sollte allerdings nicht sang- und klanglos geschehen, zumal noch Spendengelder vorhanden waren. Deshalb mietete die Caritas den großen Saal des Kinos und zeigte dort am Donnerstagvormittag den Film „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss“. Zum Abschluss war das Interesse auch noch einmal groß, viele Kinder und Jugendliche kamen.

Uneigennützig Räume zur Verfügung gestellt

Eine Zusammenarbeit mit dem Kino bei der Abschlussveranstaltung sei naheliegend gewesen, erklärt Jana Stein: Zum einen sei Nicole Güldner von Corona und Flut doppelt getroffen, zum anderen habe sie der Caritas völlig uneigennützig Räume für die Beratung von Hochwasseropfern in der Nette und den anderen betroffenen Stadtteilen zur Verfügung gestellt.

Das Ende des Kindercafés bedeute natürlich nicht das Ende der Beratungen für Eltern, Kinder und Familien durch die Fachleute der Caritas, betont Jana Stein. Wer warum auch immer ihre Hilfe benötige, könne sich unter der Rufnummer 02352/919320 melden.

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