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Nach der Flut: Erste Straßen sind saniert

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Von: Thomas Bender

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Die Straße Grünewiese ist in Altena die erste, bei der die Sanierung abgeschlossen ist. Sie wird nun asphaltiert.
Die Straße Grünewiese ist in Altena die erste, bei der die Sanierung abgeschlossen ist. Sie wird nun asphaltiert. © Thomas Bender

Seit der Flut Mitte Juli sind zig Straßen in Altena kaputt. Die Sanierung wird Jahre dauern. Doch die erste Straße ist bald fertig.

Altena – Bisher wurden die gröbsten Schäden beseitigt, jetzt geht es an die grundlegende Sanierung der Straßen, die unter der Juli-Flut besonders gelitten haben. In Grünewiese laufen die Arbeiten bereits auf Hochtouren. Baufirmen, die in diesem Bereich zu tun gehabt hätten, seien von sich aus auf die Stadt zugekommen und hätten angeboten, die Sanierung zu übernehmen, berichtete die Verwaltung in der letzten Sitzung des Rates. Sie sind schon recht weit gekommen: Am heutigen Donnerstag ist die Straße gesperrt, weil die letzte Asphaltschicht aufgetragen wird.

Komplizierter gestaltet sich die Situation am Hügelweg, der parallel zur Rahmedestraße verläuft und seit Juli aus Richtung Drahtwerk Hesse nicht mehr befahren werden darf. Damit bleibt nur die obere Zufahrt. Der Hügelweg ist so eng, dass dort normalerweise eine Einbahnstraßenregelung gilt. Die ist nun aufgehoben, was vor allem den Fahrern größerer Fahrzeuge einiges abverlangt.

Hoffnung auf Geld aus Wiederaufbauhilfe

Ziel der Stadt ist es, die dort schon immer kritischen Verkehrsverhältnisse nachhaltig zu verbessern. Im nicht-öffentlichen Teil der letzten Ratssitzung wurde deshalb ein Planungsauftrag vergeben: Ein Ingenieurbüro soll Vorschläge zur Sanierung machen. Dass das nicht billig wird, zeigt ein Blick in den Haushaltsplanentwurf für 2022. Darin sind für die Sanierung des Hügelwegs zwei Millionen Euro ausgewiesen. Weil das Hochwasser der Straße den Rest gegeben hat, geht die Stadt davon aus, dass die Sanierung aus der Wiederaufbauhilfe bezahlt werden kann.

Nicht nur für die Detailplanung braucht die Stadt externe Hilfe. Wie berichtet, wird auch der sogenannte Wiederaufbauplan von einem darauf spezialisierten Ingenieurbüro erarbeitet. Die Firma C & E aus Leipzig ist noch dabei, alle Schäden aufzulisten und zu kategorisieren. Am Ende dieses Prozesses steht der Wiederaufbauplan als wichtige Grundlage für die Beseitigung der Hochwasserschäden. Er soll im Januar fertig sein und dann vom Rat verabschiedet werden.

Externe Hilfe vom Juristen

Fest steht auf jeden Fall: Es gibt viel zu tun. Und entsprechend viele Aufträge wird die Stadt in den kommenden Jahren vergeben müssen. Weil das in der öffentlichen Hand nach sehr engen Regeln passieren muss und allerlei Fallstricke beinhaltet, hat sich die Stadt auch in dieser Hinsicht externe Hilfe eingekauft: Sie lässt sich bei Ausschreibungen von einem Fachanwalt für Vergaberecht beraten.

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