Wegen Lkw und Anhängern

Nach Beschwerden: Stadt im MK geht gegen Wildparker vor

Neu sortiert wurde das Parken auf dem ACO-Parkplatz neben dem Linscheidkreisel in Altena. Ab sofort dürfen dort keine Anhänger mehr abgestellt werden.
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Neu sortiert wurde das Parken auf dem ACO-Parkplatz. Ab sofort dürfen dort keine Anhänger mehr abgestellt werden.

Keine Anhänger und nur wenige Laster: Nach Beschwerden über ständig zugeparkte Flächen geht eine Stadt im Mk nun deutlich gegen Wildparker vor - an mehreren Stellen.

Altena – Auf dem ACO-Parkplatz neben dem Linscheidkreisel dürfen keine Anhänger mehr abgestellt werden. Das Ordnungsamt hat deshalb entsprechende Schilder aufstellen lassen. Am Montag (3. Mai) wurden entsprechende Markierungen aufgetragen.

Der Parkplatz bietet jetzt Platz für etwa 30 Pkw. Es habe Beschwerden gegeben. So begründete Ordnungsamtschefin Ulrike Anweiler die Aktion, die über den ACO-Parkplatz hinausgeht. Wie dort wurden auch an der Bahnhofstraße blaue Parkplatz-Schilder aufgestellt, die mit den Zusatzzeichen für Pkw und Motorräder versehen sind.

Nur wenige Stellflächen für Anhänger in der Stadt

Das hat zur Folge, dass Fahrzeuge mit Lkw-Zulassung, Anhänger und auch Wohnmobile dort nicht mehr abgestellt werden dürfen. Einzige Ausnahme sind drei für LKW reservierte Flächen neben den Altpapiercontainern.

Damit wird es im Innenstadtbereich eng für die Besitzer von Anhängern. Einige stehen an der Lindenstraße unter der Pott-Jost-Brücke, was im Moment auch noch zulässig ist. Grundsätzlich gilt, dass Anhänger bis zu 14 Tage am Straßenrand und auch auf Parkplätzen abgestellt werden dürfen. Das gilt allerdings nicht, wenn die Parkplätze allein für Pkw ausgewiesen sind, was inzwischen für die meisten Stellplätze im Innenstadtbereich gilt.

Dauerparkausweis für Anhänger kostet

„Wenn ich mir einen Anhänger zulege, dann muss ich mir im Vorfeld auch Gedanken über einen Stellplatz machen.“ Das ist die Haltung der Ordnungsamtsleiterin. Tatsächlich gibt es in Altena private Anbieter solcher Abstellplätze, zum Beispiel auf dem ehemaligen Meho-Gelände in der Rahmede.

Und eigentlich sollte auch die Stadt den Haltern behilflich sein. In ihrer Parkgebührensatzung ist nämlich ausdrücklich die Rede von „im Stadtgebiet als Dauerparkplätze gesondert ausgewiesenen Flächen“, für die Dauerparkausweise erworben werden können. Eine Regelung, die ausdrücklich mit dem Hinweis auf Anhänger aufgenommen wurde.

Anhänger-Besitzer zahlen nicht

17 Euro kosten solche Parkplätze pro Monat. Wo sich die „gesondert ausgewiesenen Flächen“ für dauerparkende Anhänger befinden? Darauf gibt es im Ordnungsamt noch keine Antwort. Es gebe aber durchaus erste Überlegungen, kostenpflichtige Abstellplätze für Anhänger zu schaffen, sagt Anweiler.

Ursprünglich war der ACO-Park dafür sogar vorgesehen. Allerdings hat am Ende keiner der Anhänger-Besitzer bezahlt. Einige der dort abgestellten Fahrzeuge waren sogar abgemeldet oder nicht mehr fahrbereit.

Laster stehen tagelang auf dem Parkplatz

Neben Pkw und Motorrädern dürfen auch Lkw den Parkplatz bei ACO nutzen – für sie wurden neben den Altpapier-Containern drei Stellplätze aufgezeichnet, obwohl auch die dort abgestellten Lastwagen beziehungsweise deren Fahrer ebenfalls immer wieder für Probleme sorgen.

Wegen des Sonntagsfahrverbots und der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten stehen manche Lastwagen dort stunden- und teilweise sogar tagelang, obwohl es im weiten Umfeld keine Sanitäranlagen gibt. Dementsprechend schlimm sehe es im benachbarten Wäldchen und ab und an auch zwischen den Altpapier-Containern aus, berichten Mitarbeiter des Bauhofs.

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