Nach Attacke  auf Geldautomaten: LKA warnt Banken

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Unbekannte hatten den Geldautomaten der Sparkasse in Altroggenrahmede manipuliert.

Altena – Die Attacke auf den Geldautomaten der Sparkasse war kein Einzelfall. Die Angriffe nehmen zu. Das LKA rät Banken daher, gewisse Automaten stillzulegen.

In der Nacht zum Montag brachen Unbekannte in die Sparkassen-Filiale in Altroggenrahmede ein und versuchten, den Geldautomaten zu sprengen, wie die Polizei vermutet. 

Das war kein Einzelfall. Das Landeskriminalamtes (LKA) hat in diesem Jahr eine Zunahme von Sprengstoff-Attacken auf Geldautomaten in ganz NRW festgestellt. 

Diesen Trend kann Tomislav Majic, Pressesprecher der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, nur bestätigen. Betroffen sind vor allem SB-Automaten und Geschäftsstellen in Außenbezirken, berichtet er. Teilweise sind diese Vorfälle für Unbeteiligte sehr gefährlich, wenn sich zum Beispiel Wohnungen über der Filiale befinden. 

Geldautomaten an Außenwänden besonders gefährdet

Darum rät das LKA den Banken, Geldautomaten an Außenwänden außer Betrieb zu nehmen. Das würde in Altena die Niederlassungen an der Kirchstraße und am Knerling betreffen. 

Auch von Geldautomaten in Gebäuden, in denen sich auch Wohnungen befinden, rät das LKA ab – diese Konstellation findet man in der Geschäftsstelle in Nachrodt vor. Jeder dieser drei Standorte solle jedoch erhalten bleiben, sagt Majic. 

Die Filiale in Altroggenrahmede an der Ecke Rahmedestraße/Fuelbecker Straße, in der die Täter scheiterten, fällt nicht unter jene, für die das LKA eine Schließung empfiehlt. Sie ist eigenständig und allein im Haus untergebracht. 

Filialen nachts nicht zugänglich

Für die Entscheidung, Filialen komplett zu schließen, sei es nötig, sich jeden Standort einzeln anzusehen. „Wir müssen abwägen, was Sinn ergibt und schauen, wie sicher die Standorte sind“, sagt Tomislav Majic und ergänzt: „Wir haben uns auch angesehen, wie die Automaten in Anspruch genommen werden.“ 

Das führte im Lennetal an mehreren Standorten zu einer anderen Entscheidung: Einige Sparkassen-Geschäftsstellen sind über Nacht zwischen 22 und 6 Uhr geschlossen, in dieser Zeit gibt es auch keinen Zugang mit einer EC-Karte. Auch das ist eine Empfehlung des LKA. 

Die Hauptstelle am Markaner bleibt geöffnet, da diese andere Voraussetzungen hat. Die Standorte in Nachrodt, Wiblingwerde und Dahle wurden nachts geschlossen. Gleiches galt für die SB-Filiale in Altroggenrahmede, weshalb die Täter die Tür aufbrechen mussten. 

Reparatur geplant

Grundsätzlich sei geplant, die Filiale wieder zu eröffnen, sobald der Geldautomat repariert ist. Die Sparkasse müsse nun aber zuerst einmal sehen, ob eine Reparatur möglich ist, sagt Majic. 

„2019 waren es insgesamt 104 Fälle in ganz NRW, in denen versucht wurde, einen Geldautomaten zu sprengen, oder bei denen die Täter Erfolg hatten. In diesem Jahr waren es bis zum 9. Juni mit 92 Fällen schon fast so viele, wie 2019 im gesamten Jahr“, berichtet Tomislav Majic. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Täter überall mal waren."

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