Besucher nehmen sich daneben

Ärger beim klassischen Konzert: Kulturring-Chef meldet sich zu Wort

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Altena: Ärger beim klassischen Konzert: Kulturring-Chef meldet sich zu Wort (Symbolbild)

Altena –Nachdem einige Besucher ein Klassik-Konzert massiv gestört haben, meldet sich nun der Geschäftsführer des Kulturrings zu Wort. Ein Erklärungsversuch.

„Ich bin zum Türsteher geworden“, sagt Wolfgang Noack. Der Leiter des Kulturringes will im Nachgang zum Konzert der beiden Musiker Susanne Wendel (Pianistin) und Ali Moraly (Violinist), die am Samstag in der Burg Holtzbrinck auftraten und durch Teile des Publikums massiv gestört wurden, aber nicht von einem Eklat sprechen. 

„Es ist zu begrüßen, wenn junge Leute klassische Konzerte besuchen und sich dafür interessieren. Aber es gibt in anderen Kulturkreisen – die Besucher kamen überwiegend aus Syrien – eben auch andere Gepflogenheiten.“ 

Tür der sanierten Burg ein Problem

So sei ihm wohl bewusst, dass es im Mittelmeer-Raum üblich sei, Konzerte auch weit nach dem Beginn oder kurz vor Ende anzusteuern. „Als dieses Kommen und Gehen aber zu intensiv wurde, habe ich das unterbunden.“ 

Die beiden Musiker Susanne Wendel (Pianistin) und Ali Moraly (Geiger) beim Konzert in Altena.

Erschwerend komme hinzu, dass die neue Eingangstür der Burg Holtzbrinck auf die letzten zehn Zentimeter nicht richtig schließe. „Das knallt dann urplötzlich und das ist unmöglich.“ 

Nach Ansicht von Noack haben Handys und Dauerunterhaltungen in Kulturveranstaltungen wenig zu suchen. „Doch es gibt auch die über 70-Jährigen, die bei Weltklassik am Klavier ununterbrochen mit ihren Handys spielen.“ Er betont: „Wir sind hier in Westfalen. Da gelten keine Regeln wie in mediterranen Ländern. Aber das Konzert hat trotzdem Spaß gemacht."

Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack.

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