Arbeitskreise beschäftigen sich mit jungen Menschen und der Innenstadt

SPD-Mitglieder in Altena wollen "zurück zu den Wurzeln"

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Birgit Sippel, MdEP, gratuliert Paul Rump aus Dahle. Das Ratsmitglied gehört der SPD seit 25 Jahren an und „ist immer da, wenn man ihn braucht“, wie der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Thomas Schmitz sagte.

Altena - Der Geschäftsführer zurückgetreten, die Kassiererin zum zweiten Mal in Folge nicht da und der Vorsitzende schwer erkrankt: Altenas SPD hat es im Moment nicht leicht. Vor allem Thomas Schmitz und Thorsten Janson kümmern sich darum, dass die Arbeit weitergeht.

Knapp 20 Genossen konnten die beiden am Donnerstag zur Mitgliederversammlung begrüßen. Bevor Birgit Sippel im Hotel Am Markt über Europapolitik sprach, ging es um Kommunalpolitik und um Lutz Vormann, der seit Mai schwer erkrankt ist und sich nicht um seine Ämter kümmern kann.

Daumen drücken

 „Wir drücken alle Daumen, dass er bald wieder in unserer Mitte sein wird“, sagte Schmitz. In der Fraktion ist Janson in die Bresche gesprungen. „Insgesamt macht mir die Arbeit sehr viel Spaß“, verriet er, bevor er die wesentlichen Aussagen seiner Haushaltsrede wiederholte: Die Investitionen in die Schulen seien zu begrüßen, es sei gut, dass für das Hauptschulgebäude in der Rahmede eine neue Nutzung gefunden worden sei. 

„Jetzt wäre es schön, wenn sich auch für die Evingser Schule eine Lösung fände“. Natürlich begrüßte Janson die Fortschritte bei der Konsolidierung der Stadtfinanzen. Ziel bleibe es, die hohe Steuerbelastung der Bürger wieder zu reduzieren. Janson begrüßte den Kauf der Itani-Brachen: „Jetzt können wir aktiv da dran gehen“. Wichtig sei es, nach einer gründlichen Bestandsanalyse Ideen für die zukünftige Nutzung zu sammeln und Förderanträge zu stellen. Möglich sei das, weil die Flächen jetzt der Stadt gehören.

Knapp zwei Dutzend Genossen kamen zur Sitzung.

Für Krankenhaus, Stapel-Center und den Neubau der Berg-Stiftung gelte das nicht, sagte Janson: „Das kann der Rat nur beobachten“. Janson beschäftigte sich auch mit dem Zustand der SPD insgesamt. In der GroKo verliere sie an Profil. „Wir müssen wieder zu unseren Wurzeln zurückfinden“, sagte er. 

Dazu gehöre auch das Eingeständnis, dass Hartz IV „in einigen Fällen in die falsche Richtung gegangen ist und himmelschreiende Ungerechtigkeiten produziert hat“. Es sei ein Unding, wenn Menschen acht Stunden am Tag arbeiten gingen und von dem Verdienst ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten könnten. Dem Thema Flüchtlinge näherte sich Janson von einer ganz anderen Warte an: „Die schlimmsten Flüchtlinge sind die Steuerflüchtlinge. Aber über die wird kaum geredet“ sagte er.

Sippel kämpferisch

Solch’ kämpferische Töne gefielen der Europaabgeordneten Birgit Sippel, die deutlich auf Distanz zur GroKo ging – „da gucke ich nicht mehr hin“, sagte sie. Ihr gehe es um europapolitische Ziele, für die sie im Wahlkampf für die Europawahl im Mai 2019 engagiert eintreten werde: „Wer hinten liegt, muss stürmen. 

Die SPD hat schließlich nichts mehr zu verlieren“. Thomas Schmitz erinnerte daran, dass 2020 die nächste Kommunalwahl ansteht, für die bald personell und programmatisch die Weichen gestellt werden müssten. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Bildung von zwei Arbeitskreisen. Der eine soll sich mit der Situation junger Menschen in Altena befassen und der andere mit den Problemen der Innenstadt.

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