Junge Talente ausgezeichnet

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Die Sieger (v.l.): Elisabeth Johanna Krawczyk, Lena Klaus, Maike Schulte und Tobias Zorn. ▪

ALTENA ▪ Mit Tobias Zorn stellt die Musikschule Lüdenscheid den Preisträger des Musikwettbewerbs „MKK Jugend 2012“, der in diesem Jahr seine Premiere feierte. Der 15-jährige Nachwuchsmusiker überzeugte die Jury mit einer herausragenden Leistung auf dem Marimbaphon.

Das Marimbaphon gehört zur Familie der Xylophone mit einem bis zu fünf Oktaven großen Tonumfang. Er spielte das selten zu hörende Instrument mit Stücken von Emmanuel Séjourné, Nebosjsa Zivkovic und Mathias Schmitt. Am Samstag spielten sieben junge Musiker im Rahmen des neuen Wettbewerbs in der Burg Holtzbrinck. Auf den weiteren Plätzen landeten Lena Klaus und Maike Schulte (beide 17 Jahre) von der Musikschule Lennetal mit einem Klarinetten-Duo. Sie spielten Konzertstücke des Komponisten Heinz Both und aus einer Sonate von Georg Philipp Telemann. Den dritten Platz erreichte Elisabeth Johanna Krawczyk (14 Jahre) am Klavier, ebenfalls von der Musikschule Lennetal. Sie überzeugte trotz Grippe mit einer Sonate von Joseph Haydn und einem zweistimmigen Stück von Johann Sebastian Bach. Die Preisverleihung wird im Rahmen der Stipendienvergabe der Märkischen Kulturkonferenz am Sonntag, 25. November, um 11 Uhr erfolgen, ebenfalls in der Burg Holtzbrinck. Im 35. Jahr ihres Bestehens richtete sich die Märkische Kulturkonferenz erstmals an junge Musikerinnen und Musiker. „Wir haben im Märkischen Kreis genügend künstlerische Power, um einen Wettbewerb dieser Art auf die Beine zu stellen“, so der 1. Vorsitzende Ulrich Frenschkowski.

In Zukunft soll der Wettbewerb zudem auf die Bereiche Literatur und Bildende Kunst ausgeweitet werden. Um den Kreis der Teilnehmer zu rekrutieren, wurden alle Musikschulen im Märkischen Kreis angeschrieben. Die Fachlehrer waren dazu aufgerufen, Solisten und Ensembles vorzuschlagen. Beteiligt haben sich die Musikschulen aus Lüdenscheid, Iserlohn, Hemer, Menden und die Musikschule Lennetal. Jeweils 15 Minuten blieben den Teilnehmern, um die Juroren von ihrem Können zu überzeugen.

Mit Gerd Michalsky und Thomas Grothe konnten die Veranstalter der Märkischen Kulturkonferenz den Chordirektor der Deutschen Oper am Rhein und den Dirigenten des Märkischen Jugendsymphonieorchesters als Juroren gewinnen. Bewertet wurden über die Perfektion am Instrument hinaus, auch die Spielfreude und die musikalische Wandlungsfähigkeit. Da die Teilnehmer zwischen 13 und 19 Jahre alt waren und zudem auf verschiedenen Instrumenten spielten, machte es sich die Jury nicht leicht. „Immerhin müssen wir Äpfel mit Birnen vergleichen“, so Gerd Michalsky. Das Ergebnis verglich Ulrich Frenschkowski mit einem 100-Meter-Lauf. „Die Unterschiede lagen am Ende im tausendstel Bereich“, so der 1. Vorsitzende der Märkischen Kulturkonferenz. Die Sieger des hervorragend besetzten Musikwettbewerbs können sich nun über eine Geldprämie in Höhe von 750, 500 und 250 Euro freuen. ▪ jw

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