Musikschule zieht ins „Lila Haus“ - Nomadenleben ade

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Musikschul-Leiter Martin Theile freut sich: „Wir haben endlich eine Heimat“.

ALTENA - Mit einer kleinen Feierstunde eröffnete die Musikschule Lennetal am Samstagvormittag ihre neuen Räume im „Lila Haus“ an der Lüdenscheider Straße. „Die Musikschule hat jetzt endlich ein Gesicht bekommen“, freute sich Musikschulleiter Martin Theile.

Das „Nomandenleben“ habe mit dem neuen Standort an der Lüdenscheider Straße ein Ende gefunden, blickte Theile auf die vergangenen Jahre der Musikschule zurück, in denen mehrer Umzüge erfolgten. Außerdem musste sich die Musikschule des Öfteren Räume mit Dritten teilen. „Jetzt können wir Tafelbilder auch mal stehen lassen und Instrument vorbereiten. Das ist eine große Erleichterung unserer Arbeit“, freute sich der Musikschulleiter. Die Musikschule sei eine wichtige Einrichtung, so Theile, die die Kreativität und sozialen Kompetenzen der Kinder fördere. Feinmotorik und Geist würden im musikalischen Unterricht geschult. Von der besonderen Aufgabe der Musikschule ist auch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein überzeugt. „Deshalb haben wir versucht, mit Herz etwas zu entwickeln, was eine Verbesserung darstellt.“ Mit der Unterbringung der Musikschule Lennetal im alten, historischen Rathaus sei das gelungen, zumal die Lage logistische Vorteile bringe. Hollstein nannte hier die öffentliche Verkehrsanbindung sowie die Nähe zum Burggymnasium. Hinsichtlich des demografischen Wandels werde sicherlich auch die Musikschule eine Veränderung erfahren, so Hollstein. Dennoch sieht das Stadtoberhaupt mit der neuen Musikschule die Chance „mehr Kinder für die Musik zu gewinnen“. Diesen Aspekt griff Gerhard Schmiedel, Vorstandsvorsitzender der Musikschule auf, und richtete einen Appell an die Politik auf Landesebene. „Machen Sie Ernst mit der Entrümpelung der Lehrpläne.“ Die Veränderungen der Schullandschaft seien unter anderem mit diesem Argument begründet worden. Der Ganztangsschulbetrieb sowie die Verkürzung der Schulzeit habe Auswirkungen auf die außerschulische Bildung der Kinder, so Schmiedel. Für die bliebe kaum noch Zeit. Früher sei es mehr ein nebeneinander gewesen. Heute versuche die Musikschule zwar in die Schulen zu gehen - individuelle Förderung sei dabei aber kaum möglich.

Zur Förderung individueller Unterrichtsstunden hatte Fördervereinsvorsitzende Dr. Anne Hermes ein großes Geschenk zur Eröffnung der neuen Musikschulräume mit im Gepäck - künftig können auch auf einem E-Piano Schüler unterrichtet werden.

von Susanne Riedl

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