VHS und Musikschule sparen - aber es reicht nicht

Musikalische Erziehung schon für die Allerkleinsten – dieses Konzept verfolgt die Musikschule Lennetal. Das kostet Geld – 2015 soll sich die Stadt mit 76 000 Euro an den Kosten beteiligen.

Altena - „Da muss noch einiges passieren“ – das sagte Kämmerer Stefan Kemper im Zuge der Etatberatungen in die Richtung von VHS und Musikschule.

Beide Institutionen sollen ihren Teil beitragen zur Gesundung der Stadtfinanzen. Das schrieb die Politik im Haushaltssanierungsplan fest und nannte auch konkrete Summen.

Ein Zuschuss von 52 000 Euro war für das kommende Jahr für die Volkshochschule vorgesehen. Dieses Ziel verfehlt die VHS deutlich, sie benötigt 66 500 Euro. Kemper verschwieg nicht, dass in der Bildungseinrichtung schon der Rotstift angesetzt wurde: 2011 habe die Stadt noch 92 000 Euro zuschießen müssen. „Es hat sich also was getan“, lobte er.

Deutlich näher dran am Sparziel ist die Musikschule: Der Haushaltssanierungsplan sieht für das kommende Jahr Ausgaben in Höhe von 76 000 Euro vor, 81 000 sollen es jetzt sein. Außerdem erwartet die Stadt eine Erstattung von 4000 Euro, weil sie in den Vorjahren zu viel gezahlt hat. Kemper berichtete dem Ausschuss für Schule, Sport und Kultur in dessen jüngster Sitzung, dass sich inzwischen die Gemeindeprüfungsanstalt bei der Musikschule umgesehen und Vorschläge gemacht habe, „die teilweise umgesetzt wurden“.

Ob das ausreicht, bleibt abzuwarten. Musikschulleiter Martin Theile hat jedenfalls inzwischen durchblicken lassen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist, weitere nennenswerte Einsparmöglichkeiten sieht er nicht. Im Gegenteil sei wegen des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst im kommenden Jahr mit Kostensteigerungen zu rechnen.

Dem Sparauftrag aus Altena würde er damit nicht gerecht: Das Haushaltssicherungskonzept sieht vor, dass die Stadt im Jahr 2021 nur noch 51 000 Euro zur Musikschule zuschießt. Für die VHS will sie dann nur noch 42 000 Euro ausgeben. Erschwert wird die Situation dadurch, dass beide Institutionen von mehreren Kommunen getragen werden und die Stadt Altena sich mit Werdohl, Plettenberg und Neuenrade einigen muss. - Von Thomas Bender

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