Musical mit Popkörnern

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Noah Kirchner lockert erstmal seine Lippen und Stimmbänder. Und seine kleine Schwester Salome steckt derweil ihre Nase in das Liedheft – vielleicht klappt‘s ja doch mit dem Lesen. ▪

ALTENA ▪ „Er ist ein Spinner, ein Schleimer, er ist Papas Kleiner“, sehr überzeugend singen da die Mädchen und Jungen über ihren „blöden Bruder“, über den „Crazy Boy“. Der Spinner und Träumer ist Josef aus der biblischen Geschichte und die kleinen Sänger sind die „Popkörner“ der Freien Evangelischen Gemeinde Evingsen.

Im November vergangenen Jahres hatte Sabrina Weber den Kinderchor ins Leben gerufen und bereits im Weihnachtsgottesdienst feierte er seine Premiere. 16 Kinder im Alter von fast vier bis 14 Jahren zeigten damals, was sie bereits können und was sie noch mehr wollen als einen Gottesdienst musikalisch zu begleiten.

Jetzt haben sie sich mit der Unterstützung von Lena Knaack, die die kleinen Sänger am Klavier begleitet, ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Es heißt „Joseph – ein echt cooler Träumer“ und soll als eine Art kleines Musical im Herbst uraufgeführt werden.

Zum Üben treffen sich die Sänger deshalb jeden Samstagvormittag in den Räumen der Gemeinde an der Springer Straße. Dann werden zunächst Lockerungsübungen für die Lippen und Stimmbänder, aber auch für den ganzen Körper gemacht. „Die Wangen ganz dick aufblasen und dann die Tonleiter summen“ , fordert Lena Knaack die Kinder auf. „Was sagt ihr, wenn ihr euer Zimmer aufräumen sollt?“ „Ne, ne, ne!“, lautet die gesungene Antwort.

Dann folgt das Einstudieren der Liedtexte. Mehrmals werden sie wiederholt, damit auch die jüngsten, die noch nicht lesen können, den Text drin haben. Im Auswendiglernen sind die Kleinen spitze. Sogar das eine oder andere Solo wird mit ihnen einstudiert. Aber auch die älteren Kinder können bei den Soli zeigen, dass sie wirklich gute Stimmen haben.

Gesungen wird bei den Proben zur Playback-CD, die Musik kommt vom Band und die Kinder singen dazu. Für die Technik ist Simon Knaack zuständig.

„Wenn die Lieder sitzen, dann werden wir die Rollen verteilen“, erklärt Sabrina Weber. Es wird auch einen Erzähler geben, der die Zuschauer durch die Geschichte führt und die Kinder müssen zusätzlich zu den Liedern ein paar kleine Sprechtexte einstudieren. „Ein bisschen Choreographie, ein bisschen Schauspielerei – auch da wollen wir die Kinder spielerisch hinführen“, so das Ziel der beiden Chorleiterinnen. Und die Jungen und Mädchen sind mit sichtlich viel Spaß bei der Sache. Alle hoffen jetzt, dass das Musical ein Erfolg wird. ▪ Von Silvia Sauser

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