Burg gerüstet für den Neustart

Gleich geht’s los: Marion Kanthak und Michelle Hücking beobachten das Hochfahren einer Edutainment-Station im Tunnel zum Aufzug.
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Gleich geht’s los: Marion Kanthak und Michelle Hücking beobachten das Hochfahren einer Edutainment-Station im Tunnel zum Aufzug.

Wenn am heutigen Freitag (28. 5.) die Burg wieder Besucher ins Museum einlässt, dann geschieht das „mit gebremsten Charme“, wie es Stephan Sensen beschreibt, der Leiter des Burgmuseums. „Wir sind froh, dass wir wieder öffnen können – aber wir müssen vorsichtig bleiben.“

Altena – Seit dem 2. November befanden sich Burgmuseum und Deutsches Drahtmuseum im Lockdown. Wenn es nun mit limitierten Besucherkontingenten wieder weiter geht, gibt es auch einiges Neues zu sehen. Manche Räume müssen aber noch gesperrt bleiben. „Da gibt es Sackgassen-Situationen“, erläutert der Museumsleiter. Breughel aber wartet schon. Im ohnehin interessanten Raum „In aller Munde“, wo es um Sprichwörter und Redensarten geht, ist ein Touchscreen mit einem Gemälde von Bruegel angebracht worden, das nicht weniger als 80 verschiedene niederländische Sprichwörter zeigt. In mehreren Sprachen, auf Deutsch, Englisch und Niederländisch, können sich die Besucher die Redensarten erklären lassen. „Es ist wie ein Wimmelbild“, beschreibt Sensen die Installation.

Im Raum „Traum vom Mittelalter“ werden Landrat Fritz Thomée und Prof. Ehrenberg gezeigt, die Protagonisten und Widersacher aus der Zeit des Wiederaufbaus. Sie aber auch andere an der Wiederaufdebatte beteiligte Zeitgenossen, kommen mit markanten Zitaten zu Wort. In der alten Jugendherberge kann zumindest der Prototyop eines „Peppers Ghost“-Projektors besichtigt werden. „Der Film muss aber noch gedreht werden“, schränkt Stephan Sensen ein.

Neuerungen

Eine Änderung gibt es auch im Raum „Turnier und Tanz“. Lief hier die Musik zuvor in einer Endlosschleife – und die Besucher wussten nicht, was gerade gespielt wird, so ist das nun anders. Der Besucher entscheidet, was er hören möchte.

Vorerst nicht zugänglich sind Räume wie „Vom Handwerk zur Industrie“ oder „Vom Osemund zum Puddeleisen“, weil hier für die Besucherwege keine Einbahnregelung geschaffen werden kann. Für diese Präsentationen seien umfangreiche Recherechen angestellt worden, berichtet Stephan Sensen. Auch der Raum „Leben im Luxus“ wird zunächst nicht zugänglich sein.

Das Schutzkonzept ist abgestimmt worden mit dem Gesundheitsamt, der Abteilung Arbeitsschutz beim Märkischen Kreis und dem Ordnungsamt. „Alle haben unser Konzept gutgeheißen“, berichtet der Museumsleiter. Es habe eine lange Vorbereitungszeit gegeben und „wirklich viel Detailarbeit.“

Konzept abgestimmt

„Jetzt wird ein Anfang gemacht“, fasst Sensen zusammen. Die Erleichterung darüber bei allen Mitarbeitern, gerade aber auch beim Personal des Aufsichtsdienstes, sei groß. Es habe die Monate der Schließung zum großen Teil in Kurzarbeit verbracht.

An den Start geht auch der Aufzug. Das sei vergleichsweise problemlos möglich, berichtet Roland Balkenhol, Leiter des Bereiches Bauen und Planen der Stadtverwaltung. Der Aufzug sei auch manchmal gelaufen, als das Gebäude geschlossen war, außerdem wurde er nach dem vorgesehenen Turnus stets gewartet. Auch auf Heizung und Lüftung hatte man in der Lockdown-Phase immer ein Auge. Neu zu starten sind die Edutainment-Stationen.

Anmeldung

Am Wochenende und an Feiertagen ist die erste Buchung ab 11 Uhr möglich und der letzte Einlass beginnt um 16.30 Uhr.

Wichtig: Die Buchung der Tickets kann ausschließlich über die Seite www.maerkisches-sauerland.com erfolgen. Öffnungszeiten bis 30. Juni: Di, Mi, Do, Fr 9:30 - 17:00 Uhr.

Es gilt das Prinzip: „Bezahle, so viel Du magst.“

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