Ausstellung in Altena

Demnächst im Burgmuseum: Der digitale Fingerzeig

Digitalisierung Museum Burg Altena
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So geht’s per Touchscreen: Professor Jürg Steiner und die wissenschaftliche Museumsmitarbeitern Dr. Agnes Zelck testen die neue Technik.

„Leben im Luxus“ anno dazumal: Das können Besucher der Burg-Museen – die nach aktuellem Stand am 23. März wieder öffnen wollen, dann auf ganz neue Weise erleben – nämlich multimedial.

Altena – Im entsprechenden Bereich der Ausstellung werden zurzeit vier sogenannte Lichtfinger installiert. Sie ermöglichen es den Besuchern, gezielt Informationen zu den einzelnen Exponaten abzurufen. Sie steuern die Beleuchtung jeweils über einen Touchscreen. Wird ein entsprechendes Symbol angetippt, erscheint die Erklärung auf dem Monitor.

Der Ausstellungsraum „Leben im Luxus“ beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen der Adeligen. Auf vier großen Podesten werden die Themen Wohnen, Essen, Beten und Schafen inszeniert. Zu sehen sind kostbare Möbel, Gemälde, Zinn-, Glas-, Porzellan- und Keramikobjekte.

Millionenförderung vom Land

Im Bereich „Beten“ sind unter anderem ein Stundenbuch und ein Hausaltar zu sehen. „Durch den Lichtfinger kommen jetzt auch Objekte zur Geltung, die bisher nicht so im Blick der Besucher standen“, berichtet Dr. Agnes Zelck, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen. Dazu zählen ausgefallene Gläser, die im Bereich „Essen“ ausgestellt sind. So erhalten die Besucher Informationen zu außergewöhnlichen Glasformen wie dem Berkemeyer, Tümmler oder Schnapshund, einem im 18. Jahrhundert beliebtes Scherzglas. Es ist auch möglich, in ausgestellten Büchern zu „blättern“, indem man weitere Seiten auf dem Touchscreen sichtbar werden lässt.

Möglich ist die mediale Aufwertung durch das Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“. Die Märkische Kulturstiftung hat, wie berichtet, rund 1,160 Millionen Euro vom Heimat-Ministerium erhalten, um die Burg und den Weyhe-Park aufzuwerten.

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