Schüler gestalten Ausstellung im Drahtmuseum

Timur Leon stellt seine Museobilbox zum Thema Küche vor. Ein Brotkorb aus Draht, Siebe, Korkenzieher und anderes sind bis Ende Januar im Drahtmuseum ausgestellt.  Foto: Kirsch

Altena - 15 Schüler aus den siebten Klasse der Sekundarschule Altena – Nachrodt-Wiblingwerde haben im Drahtmuseum ihre selbst erstellten „Museobilboxen“ vorgestellt.

Von Nathalie Kirsch

Unter den Projekten könne man sich ein mobiles Museum vorstellen, erklärte Museumspädagogin Bernadette Lange. So entstand der ungewöhnliche Name. Acht Boxen sind im Rahmen der Draht AG entstanden. Gestern präsentierten die Schüler ihre selbstgebastelten Kreationen ihren Mitschülern und Eltern.

Die Siebtklässler haben unter anderem zu den Themen Küche, Natur, Werkzeug und Kunst aus Draht Gegenstände geformt, die auch in Wirklichkeit aus dem Material gefertigt sind. So entstanden Miniaturversionen der Golden Gate Bridge, die größtenteils aus Draht bestünde, wie der junge Hersteller erklärte. Auch Wäscheklammern, Stahlwolle und ein Sieb waren in den Boxen zu finden. Die drei einzigen Mädchen der AG hatten sich zusammengeschlossen und sich dem Thema Schmuck gewidmet. So präsentierten sie Ohrringe und Ketten aus dem stabilen Material.

Noch bis Ende Januar sollen die Boxen im Drahtmuseum ausgestellt werden. Danach könnten sie entweder in der Schule einen Platz finden oder der Kooperationspartner Netzwerk Draht stellt sie aus. Stefan Szkudlapski ist Netzwerkmanager bei Netzwerk Draht und hat bereits angekündigt, vier der Boxen beim Branchentag Draht Ende Februar auszustellen.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung. Drei Projektpartner haben dabei kooperiert: Das Drahtmuseum, Netzwerk Draht und die Sekundarschule, wobei das Museum der Koordinator war.

Lange dankte den Partnern und auch den Museumsmitarbeitern für ihre Unterstützung des Projektes über mehr als drei Monate hinweg. Einmal wöchentlich kamen die 15 Schüler ins Museum, um an den Museobilboxen zu arbeiten. Zudem lernten sie die Arbeit eines Drahtziehers kennen, erforschten einige Teile des Museums und besuchten zwei Firmen. Sie sollten ihre Region, in der Draht eine große Rolle spielt, besser kennenlernen, erklärt Lange. Und auch die Möglichkeit, in Zukunft einen möglichen Praktikumsplatz bei einem der Unternehmen zu bekommen, sei Grund für die Exkursionen gewesen.

Das Projekt soll im Februar fortgeführt werden. Dann werden andere Schüler der siebten Klassen die Chance bekommen, im Rahmen der Draht AG ein solches Projekt zu gestalten.

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