Uwe Muhs wieder gesund: Schulleiter in Dortmund

ALTENA ▪ Überraschende Entwicklung in Sachen Schulleiterstelle am Burggymnasium: Uwe Muhs ist wieder gesund. Das bestätigte gestern Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg. Der Oberstudiendirektor wird aber nicht ans Burggymnasium zurückkehren. Er übernahm stattdessen die Leitung des Stadtgymnasiums in Dortmund.

Nach seiner Reaktivierung habe Muhs einen Anspruch auf „angemessene Beschäftgung“ gehabt, erläuterte der Sprecher der Bezirksregierung. Damit sei aber nicht das Recht verbunden, wieder an seinen ehemaligen Arbeitsplatz am Burggymnasium zurückzukehren. Die Bezirksregierung als Dienstherr habe ihm stattdessen zwei andere Posten angeboten, Muhs habe sich für den in Dortmund entschieden.

Eine der ältesten

deutschen Schulen

Auf der Homepage der Dortmunder Schule stellt Muhs sich als „neuer, alter Schulleiter“ vor und schreibt: „Seit 1993 habe ich Erfahrungen als Leiter eines Gymnasiums. Mehr als zweieinhalb Jahre war ich krankheitsbedingt im einstweiligen Ruhestand, aber nun bin ich genesen und somit im Amtsdeutsch wieder „voll dienstfähig“. Am 10. März bekam ich telefonisch die auch für mich überraschende Nachricht, dass ich schon ab dem 14. März das Stadtgymnasium leiten solle. Dieser neuen Herausforderung stelle ich mich nach der ersten Woche des Kennenlernens des Stadtgymnasiums wirklich gern und freue mich von ganzem Herzen auf die neue Aufgabe.“ Muhs will nach seinen Worten keine reiner Schulverwaltungsfachmann sein, sondern versteht sich als auch als „Initiator und Moderator eines Schulentwicklungsprozesses“. Zum einen gehe es ihm darum, die Schule zukunftsfähig zu gestalten, zum anderen will er aber auch deren reiche Traditionen wahren. Das Stadtgymnasium wurde bereits 1543 als evangelische Gelehrtenschule gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Schulen überhaupt.

Stelle in Altena seit

zwei Jahren vakant

Zwischen Muhs‘ Reaktivierung und dem sich schleppend hinziehenden Verfahren um die Besetzung der Schulleiterstelle am Burggymnasium gebe es keinen Zusammenhang, beteuerte Söbbeler gestern. Seit Muhs‘ vorübergehender Zwangspensionierung vor gut zwei Jahren leitet Ulrich Holtkemper die Schule kommisarisch, er hat auch Interesse an der Übernahme der Schulleitung. Sowohl die Stadt als Schulträger als auch die schulischen Gremien haben sich eindeutig für ihn ausgesprochen.

Da es allerdings noch einen zweiten Bewerber gibt, liegt die endgültige Entscheidung jetzt bei der Bezirksregierung. „Es gibt eine Konkurrenzsituation, in der viele juristische Fragen zu klären sind“, sagte Söbbeler gestern. Die Besetzung von Schulleiterstellen sei eine „sehr komplexe Materie“ und deshalb zur Enttäuschung der Beteiligten oft auch sehr zeitintensiv. Sorgfalt tut gerade in diesem Fall Not: Der zweite Bewerber hat bereits einmal mit Erfolg gegen Holtkempers Ernennung zum Schulleiter geklagt. ▪ ben.-

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