Fastenbrechen beim Moscheeverein

Unter den geladenen Gästen waren neben Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden auch Mitglieder des SPD. ▪

ALTENA ▪ Am Freitag, eine Woche vor dem Ende des Fastenmonats Ramadan, trafen sich geladene Gäste in der Mevlana Camii-Moschee um gemeinsam das Fastenbrechen zu feiern. Dazu eingeladen hatten der Moscheeverein und der Arbeitskreis Integration und Migration der SPD.

Vor dem gemeinsamen Fastenbrechen gab es für die etwa 20 Besucher eine Führung durch die Räume an der Lüdenscheider Straße. Dabei hieß es zunächst „Schuhe aus“, bevor die Moschee betreten werden durfte. Geleitet wurde die Führung vom Vorsitzenden des Moscheevereins, Sammas Gümüs, und Dr. med. Ömer Er Derbeder.

Begonnen wurde im Gebetsraum der Frauen. Anders als die Männer haben sie keinen Vorbeter. „Für besondere Anlässe haben wir aber einen Fernseher, damit die Frauen auch teilnehmen können“, so Gümüs. Im Hintergrund seien die Frauen sehr aktiv. So gibt es einen Frauenrat, dem zehn bis 14 Frauen angehören. Im Ramadan kochen sie für das abendliche Fastenbrechen. Das sei aber nicht ihre einzige Aufgabe, so der Vorsitzende.

Weiter ging es im Gebetsraum der Männer. Vor etwa fünf Jahren sei hier groß renoviert worden. Die Fliesen an den Wänden kamen aus der Türkei; die Verzierungen übernahm ein tunesischer Maler, der sich zufällig zu der Zeit im Ruhrgebiet aufhielt. „Bis dahin beteten wir auch in die falsche Richtung“ erzählte Gümüs. Da es noch keinen Kompass in der Moschee gegeben habe, hätte man die Richtung Mekkas ausgerechnet - und etwas daneben gelegen. Den Gästen wurde das Gebet erklärt; Imam Ömer Erci rief zum Gebet, um den Gästen auch diesen Teil näher bringen. Dieser Gebetsruf werde jedes Mal gesungen. „Egal ob einer oder 100 im Raum sind.“

Natürlich war auch das Fasten selbst ein Thema. Im Ramadan ist es Muslimen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht erlaubt zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Stattdessen steht die Besinnung auf die Religion im Mittelpunkt. „Eigentlich kennen sie das“, so Dr. Er Derbeder. Im Christentum sei das Prinzip der Fastenzeit sehr ähnlich. Fasten solle nur, wer gesundheitlich in der Lage dazu sei. Verbessere sich der gesundheitliche Zustand könne man die versäumten Tage nachholen.

Nach der Führung ging es für Gäste und Gastgeber in die benachtbarten Gemeinderäume. Der Frauenrat hatte ein üppiges Mahl mit typischen Gerichten vorbereitet. Dr. Er Derbeder bedankte sich noch einmal bei allen Anwesenden. Ramadan bedeute auch, mit Freunden zusammen zu kommen um zu feiern. ▪ sg

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