Sprüh-Kunst vor dem Klo

Mosaikschule engagiert Yves Thomé für Graffiti-Projekt

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Wenn die Mosaikschule im Sommer den Standort am Drescheider Berg aufgibt, hinterlässt sie jede Menge Graffiti.

Altena - Mit Masken geschützte und mit Farbsprühdosen bewaffnete junge Menschen wuseln im Untergeschoss der Mosaik-Schule am Drescheider Berg herum und sprühen die letzten Details an die Wand:

Acht Schüler aus verschiedenen Klassen haben sich im zweiten Schulhalbjahr unter der Leitung des Lüdenscheider Graffiti-Künstlers Yves Thomé zusammengefunden, um den richtigen Umgang mit den Sprühdosen zu erlernen und worauf es ankommt, um damit ein schönes und farbenfrohes Bild zu malen.

Im Rahmen des landesfinanzierten Förderprogramms Kultur und Schule ging es in den vergangenen fünf Monaten um Graffiti. Angefangen von der Historie über die Aufklärung über die Folgen illegalen Sprühens, bis hin zum coolen Graffiti-Style wurden viele Themen behandelt. Dann ging es an die Umsetzung der eigenen Ideen an der Wand: Dazu schlossen sich die Jugendlichen in kleinen Teams zusammen und suchten gemeinsam nach Ideen und Motiven, um den Eingangsbereich zu den Toiletten der Schule zu gestalten. An drei Tagen entstanden dann die themenbezogenen Kunstwerke, bei deren Umsetzung Yves Thomé nur noch wenig helfend eingreifen musste.

„Ich muss sagen, die Jungs haben super mitgezogen und haben einfach alles in sich hineingesogen was ich ihnen an Tipps und Tricks beibringen konnte. Die Endergebnisse sprechen für sich, richtig tolle Bilder sind das geworden“, so der begeisterte Dozent. Neben einem Underground-Schriftzug entstanden dann noch kleinere Motive und das vor allem ins Auge springende Klo-Bild.

Sam, der Sprühkünstler des Werkes, ist auch richtig happy über sein Bild: „Unglaublich, dass ich das mehr oder weniger alleine – natürlich hat Yves mir da ein bisschen geholfen – an die Wand gesprüht habe. Ich habe mir selber das Motiv ausgedacht und dann mussten wir die Vorlagen auch selbst zeichnen. Wir haben gelernt, dass die Vorbereitung für so ein Bild ganz wichtig ist, um am Ende ein vernünftiges Ergebnis zu erreichen“. Der Kurs habe viel Spaß gemacht, sagt Sam und würde gerne weitere Kunstwerke sprühen.

Dem steht auch am neuen Standort nichts im Wege, denn Yves Thomé ist für das nächste Schuljahr erneut engagiert worden, um am neuen Standort der Mosaik-Schule in der Rahmede den Schülern vieles über Graffiti beizubringen zu können.

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