Mordprozess gegen Michael P. beginnt am 21. Oktober

ALTENA - Am Mittwoch, 21. Oktober, beginnt vor dem Hagener Schwurgericht der Prozess gegen einen Angeklagten, dem zweifacher Mord aus Habgier zur Last gelegt wird. Er soll im März 1999 die 79-jährige Altenaerin Hildegard S. mit drei Schüssen getötet und sie anschließend ausgeraubt haben.

Dieser Mord geschah in der Altenwohnanlage im Muckebeutel und warf viele Jahre lang Rätsel auf. Michael P. war zur Tatzeit hoch verschuldet. Dem 48-jährigen Neuenrader wird noch ein zweiter Mord zur Last gelegt: Im Oktober 2006 soll er in Köln einen Pizzabäcker erschossen und dessen Uhr mitgenommen haben.

Wie aus Justizkreisen verlautet, kam der entscheidende Hinweis zur Aufklärung der lang zurückliegenden Taten von Michael Ps. Ex-Frau. Der Beschuldigte flüchtete daraufhin, kehrte dann aber nach Neuenrade zurück und wurde dort von einem Sondereinsatzkommando festgenommen. Er galt nicht nur wegen der Mordvorwürfe als besonders gefährlich, sondern auch wegen erheblicher Vorstrafen unter anderem wegen zwei Banküberfällen.

Michael P. sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft und schweigt zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Die Justiz richtet sich deshalb auf einen reinen Indizienprozess ein und hat zunächst neun Verhandlungstage anberaumt.

Über 50 Zeugen sollen vom Gericht befragt werden. Andreas Trode aus Iserlohn hat die Verteidigung des Angeklagten übernommen. Die Nebenklage wird durch Rechtsanwalt Bernd Neunzig aus Köln vertreten.

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