20 Monate Haft für gewerbsmäßigen Betrug

ALTENA - Um seine Heroinsucht zu befriedigen, hatte ein 26-jähriger Altenaer unter falschen Namen immer wieder Waren im Internet bestellt und sie anschließend verkauft. Gestern wurde der bereits mehrfach auch einschlägig vorbestrafte Mann vor dem hiesigen Amtsgericht wegen 18-fachen gewerbsmäßigen Betruges zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt.

Der Altenaer zeigte sich sofort geständig, und räumte ein, in der Zeit zwischen dem 8. Oktober 2009 und dem 11. Februar vergangenen Jahres Handys, Kleidung, einen Badezimmerunterschrank, einen I-PoD sowie eine Spielekonsole erworben zu haben. „Ja, ich habe die Sachen bestellt. Das kann ich auch nicht abstreiten. Ich habe die Sachen geordert, um mir Drogen zu kaufen”, so der Angeklagte. Dabei habe er sich stets neue Namen ausgedacht. Insgesamt hatte der 26-Jährige Waren im Wert von 3 936,92 Euro eingekauft. Das Geld habe er in Lüdenscheid für Heroin ausgegeben. Seit sechs Jahren rauche er diese Droge. Pro Tag benötige er etwa 1,5 Gramm des Stoffes – auch heute noch. Inzwischen habe er allerdings Kontakt zur Drogenberatung aufgenommen. Auch strebe er eine Therapie an.

Doch alle guten Vorsätze konnten den mehrfachen Bewährungsversager gestern nicht vor seinem Urteil bewahren. „Irgendwann ist schlicht und ergreifend Schluss”, so der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Auch Richter Dirk Reckschmidt sprach klare Worte: „Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Sie haben bis jetzt alles, was man Ihnen an Chancen gegeben hat, verbockt. Eine Bewährungsstrafe ist am Horizont nicht zu sehen.”

Der Verteidiger des Altenaers hatte hingegen eine Bewährungsstrafe gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

von Jana Peuckert

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