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Wichtige personelle Weichenstellung für die neue Trinitatis-Gemeinde

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Von: Thomas Bender

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Gemeindepädagogen der Trinitatis-Gemeinde Mark werden vorgestellt
Stellten das Konzept für das Interprofessionelle Pastoralteam vor: Katja Pischke, Anke Leuning, Carsten Menzel, Nina Schnelle und Andreas Triebler (von links). © Bender, Thomas

Nur noch ein paar Tage: Zum Jahreswechsel schließen sich die evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt und Wiblingwerde zur evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Mark zusammen. Dafür wurden jetzt wichtige personelle Weichen gestellt.

Altena/Nachrodt – Seit Anfang Dezember gehören die beiden Gemeindepädagogen Nina Schnelle und Andreas Triebler zum „Interprofessionellen Pastoralteam“ (IPT), das gemeinsam mit Gemeindeschwester Claudia Sauer und Pfarrer Wolfgang Kube die Gemeinde leiten wird. Zum IPT gehört übergangsweise auch die Pfarrerin Anke Leuning, deren Auftrag es ist, den Zusammenschluss zu begleiten. Sie wird das bis Ende Mai 2023 tun, dann wird eine andere Pfarrerin zum IPT stoßen. Sie befinde sich zur Zeit noch in der Ausbildung, habe sich aber ganz bewusst für die neu formierte Trinitatis-Gemeinde entschieden, erklärte Presbyter Carsten Menzel bei der Vorstellung der beiden neuen Gemeindepädagogen. An der nahm auch Katja Pischke vom Jugendreferat des Kirchenkreises Iserlohn teil. Dort sind Schnelle und Triebler nämlich angestellt. Damit spart die neue Gemeinde einerseits Geld, andererseits werden Anbindung und Austausch mit anderen Gemeindepädagogen erleichtert.

Hier passiert was.

Nina Schnelle

Triebler und Schnelle sind ein sehr ungleiches Paar: Er ist 60 Jahre alt, mit reicher Berufserfahrung auch außerhalb der Kirche. Zuletzt hat er an der evangelischen Zinzendorfschule in Herrnhut im sächsischen Landkreis Görlitz gearbeitet. Auch die 29-jährige Schnelle war im Schuldienst tätig, ihr habe aber die Gemeindearbeit gefehlt, erklärte sie. Außerdem finde sie den Prozess, in dem sich die drei Gemeinden befänden, spannend: „Hier passiert was!“

Gemeindepädagogen haben im Normalfall ein Studium mit pädagogischen und theologischen Inhalten absolviert. In Altena und Nachrodt-Wiblingwerde warte ein breites Aufgabenspektrum auf sie, sagte Presbyter Menzel. Sie würden bei weitem nicht nur mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sondern durchaus auch am Altar stehen. So wird Andreas Triebler mit Anke Leunig an Heiligabend durch den Open-Air-Gottesdienst um 16 Uhr an der Lutherkirche führen. Er darf auch Gottesdienste leiten, Beerdigungen vornehmen und Kinder taufen. Nina Schnelle muss dafür noch eine sogenannte Prädikantenausbildung durchlaufen.

Zukunftsweisend für den Kirchenkreis

Natürlich hat die Bildung des IPT auch etwas mit Personalnot zu tun – die Gemeinde in Altena ist seit über einem Jahr ohne Pfarrer. „Man muss sich solchen Herausforderungen stellen. Da ist es gut, wenn man eine Landeskirche hat, die das tut“, sagt Leuning. Für den Kirchenkreis Iserlohn sei das IPT „ein zukunftsweisendes Pilotprojekt“. Die neue Gemeinde erhalte die Chance, mit einem modern aufgestellten Leitungsteam den vielfältigen gemeindlichen und gesellschaftlichen Aufgaben zu begegnen und neue Formen der Gemeindearbeit zu entwickeln.

Einführung am 5. Februar

Für Leuning war die Tätigkeit für die Gemeinden in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde übrigens kein absolutes Neuland: „Ich habe früher schon einmal in einem ähnlichen Team gearbeitet und habe den Austausch zwischen den Professionen als sehr bereichernd empfunden“.

Die gottesdienstliche Einführung der beiden Gemeindepädagogen findet am Sonntag, 5. Februar, ab 10.30 Uhr in der Lutherkirche statt. Den Gottesdienst leitet dann Superintendentin Martina Espelöer.

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