Mittendrin statt nur dabei: Polizei passt auf Fans auf

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Beim Einsatz am Markaner hielten sich die Polizeibeamten weitgehend im Hintergrund. -

ALTENA - Ob in der Kneipe um die Ecke, beim Public Viewing unter freiem Himmel oder in der nächstgelegenen Schützenhalle - die Fußball-WM mobilisiert Menschenmassen. Und sie zeigt, dass die Spiele von Lahm & Co die Fans begeistern, aber keine Ausschreitungen auslösen. Die Fans jubeln und sie feiern, aber die bewegten Massen verhalten sich sehr friedlich.

Das hat sich auch dem Englandspiel am Sonntag einmal mehr gezeigt. Für die Polizei gab es wenig zu tun, als nach dem Abpfif beim Stand von 4:1 die Menschen am Markaner zusammenströmten und ihrer Freude über den Einzug ins Viertelfinale freien lauf ließen. „Es war alles friedlich“, zog Matthias Radtke als Leiter der Altenaer Wache gestern eine Bilanz des Fußball-Trimphes. Es habe weder einen Unfall noch eine tätliche Auseinandersetzung gegeben, so der Wachleiter. Die vor Ort eingesetzten Beamten mussten lediglich hier und da einmal regelnd eingreifen. Es wurde auch ein Auge zugedrückt, als die Fans den Verkehr am Sparkassenkreisel für einige Zeit zum Erliegen brachten. Die Beamten sorgten lediglich dafür, dass an- und abfahrende Busse wieder aus dem Trubel heraus konnten. An einem Sonntag sei sowas vertretbar.

„Bei einer solchen Jubelfeier lassen wir die Leute eine gewisse Zeit gewähren“, meint dann auch der Leiter der Polizeiwache. „Es gibt da eine etwas höhrere Toleranzschwelle.“ Dies Vorgehensweise sei letztlich die richtige, weiß der erfahrene Polizist. Jubelfeiern wie diese seien eben nicht zu unterdrücken – „da ist es besser, dem Ganzen ein Ventil zu geben“, so Radtke. „Dann haben wir das Ganze in gelenkten Bahnen.“ Personell haben sich die Beamten längst darauf eingestellt. Kreisweit gibt es bei jedem Spiel der deutschen Nationalmannschaft einen erhöhten Personalaufwand. Wenn Gefahr in Verzug sei, würden die Beamten natürlich einschreiten. Etwa dann, wenn Korso-Teilnehmer auf einem Fahrzeugdach sitzen oder im Kofferraum – aber auch dann, wenn zum Beispiel zu lange Fahnenstangen in einem Auto mitgeführt werden, durch die letztlich Passanten am Fahrbahnrand verletzt werden werden könnten. - tk

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