Abschied von Fangdorn und der Ruf nach einem verbesserten Parkleitsystem

Altena: Mittelaltermarkt in der Manöverkritik

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Am Ende war es doch noch gut ausgegangen: Zum Ausklang des Mittelaltermarkts am Sonntag wurde mehr Lob als Kritik geäußert von den Gästen, Händlern und lokalen Geschäftsleuten. Die Besucher genossen einen entspannten und sonnigen Tag.

Altena - Obwohl fast 10.000 Gäste weniger auf der Flaniermeile am Lenneufer unterwegs waren, hatte das Team vom Bauhof am Montag nicht minder viel Arbeit. Containerweise wurden Abfälle im Stadtgebiet zusammengefegt, in Säcke gepackt und entsorgt.

Das ist allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass der Markt auch Campingmeile der Händler ist. Aufgeräumt wird mittlerweile ganz routiniert, so dass am Montagabend die Lennepromenade wieder für den motorisierten Verkehr frei war. 

"Für uns ist es gut gelaufen"

Mitten im Abbaugeschäft waren gestern morgen noch Rita Förster und Frank Geisler aus Ratingen, Händler von Silberschmuck und Tüchern. „Für uns ist es gut gelaufen!“ resümierten beide. Ihre Waren sprechen gezielt das mittelalteraffine Publikum an. „Bei uns kaufen viele Gewandete, davon waren ja auch am verregneten Samstag einige unterwegs. Sonntag war dann viel Guck-Publikum unterwegs. Aber wir sind zufrieden und würden wiederkommen!“ 

Das Altenaer Fest bildet in der Szene eine Besonderheit: Es wird eine Standgebühr erhoben, die den Markt mitfinanziert. Auf einigen ähnlichen Festen wird Händlern sogar Geld geboten, damit sie mit außergewöhnlichen Waren, Dienstleistungen und Live-Vorführungen anreisen. Das macht es Veranstaltern leichter, Vielfalt ins Angebot zu bringen. 

In Altena ist mehr Stammhändlerschaft zu finden, weshalb manche Anbieter schon alte Bekannte auf der Meile sind. Abwechslung muss aber sein, weshalb im Veranstaltungskonzept auf der Burg in diesem Jahr verstärkt auf Kleinkunst statt Musik gesetzt worden war. 

Kein Wiedersehen mit Fangdorn 

„Das ist gut angekommen“, stellten die Veranstalter am Sonntagabend im Bilanzgespräch fest. Mit Fangdorn wird es im nächsten Jahr kein Wiedersehen geben. Für ihn wird eine neue Attraktion zur Burg kommen. Der „letzte lebende Drache“ ist kein billiger Hans - ebenso wie der personalstark vertretene Sicherheitsdienst, der sehr serviceorientiert arbeitete und auch an den Kassenhäuschen hilfreich zur Seite stand. Die Mitarbeiter halfen auch orientierungslosen Gästen von außerhalb wegweisend weiter. 

Einzelhändlerin Ulrike Betzler-Hüttemeister regt an, dass am Markaner demnächst Lotsen eingesetzt werden, sowohl für Fußgänger, als auch Anreisende mit dem Pkw. „Ortsfremde fahren bis zum Veranstaltungsort vor und hören dann, dass sie nach Dahle fahren sollen. Besser wäre es, wenn sich Streckenposten direkt per Funk absprechen könnten, wo sie Parkplatzsuchende unterbringen könnten. Das wäre besucherfreundlicher.“ 

Darüber hinaus war die Geschäftsinhaberin mit beiden Tagen sehr zufrieden. „Wir haben viele nette Gäste empfangen, auch am Samstag. Umsatzstärker war für Wein- und Tabakhändler Rainer Grüger allerdings der Sonntag. Bei ihm bildeten sich am Markaner noch kurz vor Toreschluss Schlangen an der Kasse. „Samstag hätte ich noch gedacht, wir machen Miese. Aber die Sonne hat uns dann gerettet. Wir hatten viel Spaß mit den Gästen und Kunden.“ 

Kritik am Taxiverbot 

Bemängelt wurde aber das Taxiverbot zur Burg hinauf. Es wollten sich einige Gäste da hoch chauffieren lassen, aber das ging nicht, während der Bürgerbus fahren durfte. In Anbetracht der langen Schlangen am Aufzug wäre dieses Verbot vielleicht demnächst zu lockern.“

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