Mittelaltermarkt-Veranstalter ziehen positives Fazit: Fast alles gut gelaufen

Barde auf der Lenneuferstraße.

ALTENA ▪ Am Ende gab es dann doch noch Aufregung: Einer hatte am Montagmorgen seinen großen Stand noch nicht abgebaut, das verzögerte die Aufräumarbeiten – eine der wenigen Pannen, mit denen sich Stadt, Kulturring und Stadtmarketingverein als Veranstalter des Mittelaltermarktes auseinander setzen mussten. „Ansonsten alles gut gelaufen“ – so lautete ihr Fazit während einer ersten, kurzen Besprechung am Sonntagabend.

Jetzt heißt es „Warten auf die Zahlen“. Während der erste Mittelaltermarkt im Jahr 2009 noch ein kleines Zuschussgeschäft war, war der im letzten Jahr kostendeckend. Bürgermeister Dr. Hollstein hofft, dass die „schwarze Null“ auch in diesem Jahr erreicht werden kann. Dann stehe einer Wiederholung im kommenden Jahr nichts im Wege, meint er und macht keinen Hehl daraus, dass das „unbedingt wünschenswert“ sei. Mit dem Mittelalterfest habe Altena eine „Marke“ geschaffen, die sich schnell etabliert habe und jetzt gepflegt und weiterentwickelt werden müsse. Auch die ein oder andere Rahmenbedingung könne sicher noch verbessert werden – so könne man sicher darüber nachdenken, ob man für Rollstuhlfahrer einen zentrumsnahen Sonderparkplatz einrichten könne.

Fest kostet sechsstelligen Betrag

„Ein sechsstelliger Betrag“– mehr mögen die Veranstalter nicht sagen über die Kosten der Veranstaltung. Da kommt einiges zusammen: Der Bauhof leistet vor und nach dem Spektakel jede Menge Arbeitsstunden, Bands und Akteure kosten Geld. Dem stehen einerseits Sponsoren- und Eintrittsgelder gegenüber, andererseits aber auch die Mieten, die Standbetreiber zu bezahlen haben, wenn sie Waren zum Verkauf feilbieten.

Diese Regelung ist übrigens auch der Grund dafür, dass Andreas Blumenthal, der Lederer aus der Lennestraße, der Veranstaltung in diesem Jahr fernblieb. „Hier soll ich zahlen, dort bekomme ich Gage“ – mit diesen Worten begründete er seine Entscheidung, am Wochenende lieber einen deutlich kleineren Markt auf der Burg Cochem zu besuchen.

Blumenthal macht nicht mit

Weil ihm Blumenthals Unzufriedenheit zu Ohren gekommen sei, habe er sich bei den Händlern umgehört, sagte Hollstein gestetn. Sein Eindruck: „Die waren zufrieden“. Das betreffe nicht nur die Händler, die Speisen und Getränke angeboten hätten – auch mit Düften, hochpreisigen Kleidern und anderen Dingen hätten sich gute Geschäfte machen lassen. Immer wieder hätten die Händler die gute Stimmung auf dem Markt gelobt, berichtete der Bürgermeister.

Zusammen mit Denkmalpfleger Jürgen Wagner bot der Bürgermeister während des Marktes Führungen in den Burgaufzug-Stollen an. Etwa 600 Menschen hätten sich daran beteiligt, darunter etwa die Hälfte Auswärtige, sagte er. Das Interesse an der Stadtentwicklung sei auch bei den Ortsfremden groß.

Von Thomas Bender

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