Mittelaltermarkt: So unterschiedlich fällt das Fazit aus

Über die großen Lücken zwischen den Ständen wird diskutiert.
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Über die  teilweise großen Lücken zwischen den Ständen wird diskutiert.
Viele Tonnen Sand für die Ritterspiele mussten von der Lenneuferstraße geschaufelt werden.
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Viele Tonnen Sand für die Ritterspiele mussten von der Lenneuferstraße geschaufelt werden.
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Altena – Von hochzufrieden bis sehr kritisch: Das Fazit zum Mittelaltermarkt fällt sehr unterschiedlich aus. Für Gesprächsstoff sorgen die Lücken zwischen den Ständen.

Der Mittelaltermarkt 2019 ist Geschichte: In aller Frühe begannen der Bauhof und von den Veranstaltern beauftragte Fremdfirmen am Montagmorgen mit Abbau- und Aufräumarbeiten. Schon am frühen Nachmittag wurden Lenneuferstraße und Küstersort wieder für den Verkehr freigegeben.

Vorher mussten unter anderem hunderte von Strohballen eingesammelt und ein ganzer Laster voll Sand von der Straße geschaufelt werden. Er bedeckte den Turnierplatz, auf dem spannende Ritterspiele gezeigt wurden. 

Recht unterschiedlich fällt die Bewertung der Veranstaltung aus. Während Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein am Sonntagabend davon sprach, es seien so viele Aussteller wie sonst auch am Lenneufer gewesen, ist das subjektive Empfinden vieler Besucher ein anderes. 

Ob in Gesprächen auf dem Markt selbst oder auch in der Innenstadt oder in Kommentaren auf Facebook oder unserer Internetseite come-on.de: Die Lücken zwischen den einzelnen Ständen werden immer wieder thematisiert. 

Viele Tonnen Sand für die Ritterspiele mussten von der Lenneuferstraße geschaufelt werden.

So schreibt ein Nutzer: „Was hat es für einen Sinn, so viele Lücken zu lassen? Da hätte man auch Sitzflächen machen können.“ Er kritisiert auch die Planung: „Wie kann man einer Altenaer Taverne eine andere Taverne daneben setzen? Oder warum stehen zwei griechische Speisestände gegenüber?“ Joppen vermisst auch die Castellani, die viele Jahre den Markt prägten.

Ein weiterer Nutzer äußert sich auf Facebook kritisch: „Ich habe das Mittelalterfest bisher jedes Mal besucht und muss leider sagen, dass es von Jahr zu Jahr schlechter geworden ist. Man vermisst originelle Einfälle, und man hat das Gefühl, dass es immer weniger Schausteller und Händler werden.“ 

Die großen Lücken zwischen den einzelnen Ständen seien auch von ihren Kunden immer wieder thematisiert worden, erzählte Friederike Haar vom Laden Zetzmann und Bröer. Wie die meisten anderen Einzelhändler beteiligte auch sie sich am verkaufsoffenen Sonntag. Am Samstag öffnete sie ihren Laden bis 18 Uhr und freute sich über guten Zulauf. „Dazu trägt natürlich auch unsere Nähe zum Burgaufzug bei“, sagt sie. Es sei zwar nicht so, dass sie bei solchen Veranstaltungen besonders große Umsätze mache. „Es kauft sich ja keiner ein Sauerkrautfass und schleppt das dann über den Mittelaltermarkt.“ 

Sie beobachte aber, dass viele wiederkämen. „Sie registrieren, dass es in Altena im Gegensatz zu den Nachbarstädten noch ein echtes Haushaltswarengeschäft gibt und kommen wieder, wenn sie etwas brauchen“, sagt die Geschäftsfrau. 

Während die Abfertigung an den insgesamt fünf Kassen zügig vonstatten ging, mussten Nutzer des Burgaufzugs Geduld mitbringen: Die Wartezeit betrug bis zu einer Stunde. Schneller ging es mit den zwei Bussen, die der Bürgerbusverein während des Festes einsetzte. Sie fuhren knapp 2000 Besucher zur Burg oder wieder zurück. Dazu wurden mehrere Fahrerschichten gebildet. 

Während die Fahrer die Busse kaum verlassen konnten, hielten deren Frauen oder Familienmitglieder die Kasse am Langen Kamp besetzt. Für die Fahrer kam von den häufig bis ins Detail mittelalterlich Gewandeten Gästen des öfteren der Spruch „Habt Dank, Kutscher“. Auch über die eine oder andere Spende freute sich der Bürgerbusverein.

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