Sponsoren geadelt / Burgaufzug quittiert seinen Dienst

Mittelalterfest: Auftakt mit Hindernissen

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Zum Auftaktabend des Mittelalterfestes erschienen zahlreiche Besucher auf der Burg.

Altena - Besser als im vergangenen Jahr war am Freitagabend der Besuch der Auftaktveranstaltung des Mittelalterfestes. Getrübt wurde die Feierfreude allerdings durch einen Defekt des Burgaufzuges, der gegen 20 Uhr den Dienst quittierte.

„Schauspiel hat offensichtlich große Tradition im Kreishaus“, staunte „Droste“ Dr. Andreas Hollstein angesichts der völlig neuen Dramaturgie, die Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper und Detlef Krüger für die Auftaktveranstaltung entwickelt hatten. 

Der Fachdienstleiter Kultur und Tourismus schlüpfte in die Rolle des letzten Grafen von der Mark und monierte lautstark den Lärm, der auf seiner Burg herrschte. 

Schlag zum Ritter

Als ihm versichert wurde, dass nicht er, sondern „Talerhelden“ wie Kai Hagen (Sparkasse), Marc Bunse (Stadtwerke) und Joachim Effertz (Baugesellschaft) zumindest einen Teil der Zeche zahlen müssten, gab der Graf Ruhe und schlug diese und andere Sponsoren großmütig zu Rittern. 

Begleitet von Fanfarenstößen trieb Hollstein dann mit einem gezielten Schlag den Zapfhahn in das von der Krombacher Brauerei gesponserte Fass und schenkte eine Runde Freibier aus. Das Volk nahm das gerne an. Gawan, Kaspar und andere Gaukler liefen bei der Eröffnungsfeier zu Höchstformen auf und lockerten sie mit manchem flotten Spruch auf. 

Bunter Auftakt des Mittelalterfestes

Die Veranstalter des inzwischen neunten Mittelalterfestes hatten den Eintrittspreis für den Freitagabend deutlich gesenkt, um den in den Vorjahren manchmal etwas schwachen Besuch zu verbessern. 

Fulminantes Ende geplant

Das scheint gelungen zu sein, was aber auch an Änderungen im Programmablauf gelegen haben könnte. Zum Beispiel Fangdorn, der wahrhaft grauselige Feuerdrache – er kam am Freitag schon zum Einsatz und ergänzte die Feuershow der Flugträumer, mit denen der Auftaktabend dann fulminant beendet werden sollte. 

Musik gab es natürlich auch – zunächst von Verus Viator, die mit Schellenkranz und Hümmelchen, Darabuka, Davul, Rauschpfeifen und anderen altertümlichen Musikinstrumenten mittelalterliche Marktmusik zu Gehör brachten. 

Wacken-Prominenz zu Gast

„Top act“, falls dieser Ausdruck bei einem Mittelalterfest erlaubt ist, war allerdings gestern Impius Mundi aus Hoya an der Weser. Sie spielen klassischen Mittelalterrock und haben sich unter anderem bei den Festivals in Wacken und in Mülheim an der Ruhr einen Namen gemacht. 

Die Texte von Impius Mundi sind deutschsprachig und fast alle selbst geschrieben. Sie beschäftigen sich mit Themen der mittelalterlichen Lebensweise und -wirklichkeit sowie mit zeitlosen Themen um die Aspekte Liebe, Leid und Lebensfreude. 

Burgaufzug fällt aus

Leicht getrübt wurde die Freude am Auftakttag durch einen technischen Defekt am Burgaufzug. Bis gegen 20 Uhr lief alles glatt, dann blieb die Kabine an der Talstation stehen und ließ sich nicht mehr in Gang setzen. 

Da das Aufzugsteam mit seinem Latein am Ende war, wurde der Notdienst der Herstellerfirma alarmiert. Bei Redaktionsschluss waren die Techniker noch unterwegs nach Altena. Betriebsleiterin Daria Sturm war sicher, dass der Aufzug am Samstag wieder läuft: „Das haben die noch immer geschafft“.

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