Mittelalterfest: Mehr Werbung

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Schlechter Kleber oder war es die Hitze? Die Mittelalter-Werbeplakate machenoft einen schäbigen Eindruck.

ALTENA -  Ohne Facebook und weitere soziale Netzwerke geht bei der 6. Auflage des Mittelalterfestes vom 1. bis 3. August gar nichts mehr. „Wir haben dort zum Beispiel einen Aufruf gestartet, weil uns noch Kassenhelfer fehlten. Jetzt kann ich sagen: Alles ist gut“, sagt Corina Turner.

Von Johannes Bonnekoh

Sie hat mit ihrem Organisationsteam den größten Teil der Arbeit für Altenas Mega-Fest bereits erledigt. Das Herrichten der Feiermeile selbst und das weitere Instatallieren des Park- und Shuttle-Leitsystems für Auswärtige sind deshalb nur noch Routinearbeiten. Doch: An der Sauberkeit innerhalb der Stadt muss noch deutlich gearbeitet werden, sollen sich die Gäste wohlfühlen. Da ist der Parkplatz Langer Kamp nur eines von vielen Negativ-Beispielen. Hier wachsen gar „kleine Bäume“ aus dem grauen Pflaster.

Geworben wird für das Spektakel, zu dem erneut 20 000 Gäste erwartet werden, schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet. Besonders Hagen und Dortmund liegen dabei im Fokus. Hier werden große Werbebanner an vielen Brücken auf das größte Mittelalterfest Südwestfalens hinweisen. Auch im Abellio wird geworben. Verzichtet wird in diesem Jahr auf „begehbare“ Werbung auf den Bahnhöfen der Region.

Programmtechnisch hat sich für die 6. Auflage des Mittelalterfestes einiges getan. Wie berichtet, gibt es bei den Ritterspielen mit neuen Darstellern frischen Wind, werden Kinder und Heranwachsende noch mehr in den Mittelpunkt des Festgeschehens gestellt. Sie können nicht nur schmieden lernen, sie können sich zum Ritter ausbilden lassen, inclusive Ritterschlag. Und auch auf der Burg gibt es speziell für diese Zielgruppe viele Angebote.

Dass die Markthändler, also das bunte und fahrende Volk sowie die Musikanten, drei Mal über den Markt und durch die Stadt ziehen, hat es auch noch nicht gegeben. „Davon sollte der Handel profitieren.“ Ehrlich räumt Turner ein, dass der „Marsch zur Burg hinauf“ am Freitag zum Auftakt des Festes in den vergangenen Jahren etwas abgebröckelt sei.

Gelernt habe man auch, dass der Overbeck-Parkplatz „nicht angenommen wird“. Er wird aus dem Festgeschehen ausgekoppelt und zum Behindertenparkplatz. Und die Preisgestaltung? „Tageskarten kosten elf und je acht Euro pro weiterem Tag. Dafür wird so viel geboten, da zahlt jeder für einen Kinobesuch deutlich mehr und hat nur zwei Stunden Spaß.“ Auch die Dauerkarte (16 Euro) sei günstig. Corina Turner: „Wir haben immense Kosten. Die Musiker, die wir verpflichtet haben, bekommen gute Gage. Sie sind drei Tage in der Stadt und das ist für sie schon Arbeit. Das wird oft vergessen.“ Abschließender Wunsch für das Fest: „Dass der Aufzug uns noch einen Zusatzschub gibt.“ Ob das gelingt, könne niemand sagen. „Wir sind sehr gespannt.“

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