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Zehntausende feiern Mittelalterfest in Altena

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Die Jagd zu Pferde – das zeigten Edle Herrn auf dem Turnierplatz. Die Ritterkämpfe waren stets Besuchermagneten. Im Bild: Raisulih Prinz von Persien.

ALTENA - Es kamen wieder Zehntausende. Ob mit geschätzten „an die 23.000 Besuchern“ allerdings die Vorjahres-Besucherzahl von etwa 20.000 Gästen so deutlich geknackt wurde, wie sich das allen voran Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gewünscht hatte, steht auf einem anderen Blatt.

Dennoch: Der „Droste“ zu Altena, der auch Sonntag wieder als Junker Andreas gewandet unter anderem als Führer über die Burgaufzugs-Baustelle fungiert, bilanziert: „Das Fest strahlt in die Umgebung aus. Ich frage immer: Wo kommen Sie her? – Da waren Gäste aus Werdohl, Balve, Menden, aber auch aus dem Ruhrgebiet oder sogar dem hohen Norden.“ Das Mittelalterfest habe sich als feste Größe in Südwestfalen etabliert, eine Neuauflage stehe wohl außer frage. „Im kommenden Jahr dann mit dem Burgaufzug“, blickte das Stadtoberhaupt nach vorn.

Altenas Handel nutzte den gestrigen Sonntag als verkaufsoffenen Nachmittag. Die Einzelhändler waren zufrieden mit dem Abschöpfen des Verkaufsrahms, sprich der Besucher, die in erster Linie wegen des Mittelalterfestes gekommen waren. Es habe unheimlich viel Lauf gegeben – ganz besonders, wenn die Ritter ihre Kämpfe austrugen – sagte eine Einzelhändlerin auf Anfrage. Viele hatten ihre Auslagen auf das Fest ausgelegt und besonders attraktiv dekoriert. Das kam an. Noch mal zurück zur Hitze: Da half auch ein gar köstlich Kirschbier oder frischer Honigwein gegen drohende Dehydrierung. Positiv: Die Rettungskräfte mussten zwar Personen versorgen, aber alles hielt sich im Rahmen. Ordnungsamtsleiter Klaus-Peter Trappe: „Alles ist gut und ruhig“.

Fotostrecken vom Mittelalterfest

Auftakt Mittelaltermarkt am Freitag

Mittelaltermarkt 2013 : Impressionen von Samstag

Mittelaltermarkt in Altena: Die Impressionen von Sonntag

Zurück zum eigentlichen Fest: Das präsentierte sich durchaus als ein Kabinett der Kuriositäten. Besuchern wurde am laufenende Meter etwas zum Staunen und Mitmachen geboten. Und der Handel mit nicht alltäglichen Waren florierte.

Ein Blick von der Mittleren Brücke sagte an allen Festtagen viel über den Erfolg der fünften Festauflage aus: Menschenmassen tummelten sich auf der Verkaufs- und Amüsiermeile am Lenneufer. Diesmal gab es keine Lücken zwischen zwei Zelten oder Holzbuden: Überall wurde den teilweise weitgereisten Besuchern etwas Schönes geboten. Anfänger konnten sich komplett zum Ritter oder Burgfräulein ausstatten lassen. Die Auswahl an Kleidern, Kettenhemden, Blumenkränzen, Schwertern und edlen Geschmeiden war riesig. Frischgebackene Edelmänner übten sich in Verteidigungskünsten wie Axtwurf und Bogenschießen.

Für Kurzweyl sorgten Anbieter lustiger Spiele wie Eierknacken und Kegeln. In der Seifensiederey gab’s Gelegenheit, ein reinigendes Mittel für die Hände selbst herzustellen. Genutzt hat es jedem - außer dem Schmied, der unermüdlich die Herstellung eines Damaszener-Messers an der glühenden Esse demonstrierte. Das war nicht die einzige schweißtreibende Arbeit, ob der sich die Besucherscharen überzeugen durften. Höchsten Respekt zollte das Publikum den Betreibern des kleinsten Riesenrads der Welt. Kein Motor passt hinein und es muss per Hand betrieben werden. Ein noch kleineres Rad bot nur das Mäuseroulette. Mittelalterliches Glücksspiel mit Aussicht auf einen Eimer voll Edelsteine - wer konnte da widerstehen?

Johannes Bonnekoh und Ina Hornemann

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