Wie aus dem Mittelalter: Kräuterparadies wächst auf der Burg

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Der Kräutergarten auf dem Burghof bietet allerlei Interessantes.

Altena – Ob Johanniskraut, Frauenmantel oder schwarze Spaerminze: Die Kräuter im Burggarten gedeihen. Doch der Garten wird noch nicht genutzt wie geplant.

Ein prächtiger Kräutergarten ist entstanden. Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, dass die Gartenbaufirma Frey aus Lüdenscheid die Beete mit 23 verschiedenen Kräutern bepflanzte, darunter auch typische Nutzpflanzen aus dem Mittelalter.

Gezüchtet werden diese auf 26 Quadratmetern in der Nähe des Eingangs zur Jugendherberge.

Die Idee damals: Sowohl das Burgrestaurant und seine Gäste als auch die Museumsbesucher auf der Burg sollten vom Kräutergarten profitieren. 

Keine Workshops rund um Kräuter

Doch Corona machte vor allem den geplanten Workshops im Rahmen der Museumspädagogik einen Strich durch die Rechnung. „Die geplanten Veranstaltungen konnten nicht stattfinden“, sagt die hauptamtliche Museumspädagogin Bernadette Lange. 

Ende März hätten Besucher eigentlich in einem Workshop Kräuterseifen selbst sieden und im Mai hätten Kinder Kräuterkosmetik herstellen sollen. Geplant waren ebenfalls im Mai ein Kochkurs und eine Kräuterwanderung um die Burg. „Es sollten verschiedenste Formate angeboten werden, um den Kräutergarten nun auch zu nutzen“, sagt Bernadette Lange. 

Natur bestimmt das Timing

Doch diese Pläne ruhen: Denn in diesem Jahr sollen die Veranstaltungen auch voraussichtlich nicht mehr aufgenommen werden. Zum einen wegen Corona, zum anderen sind die Pflanzen irgendwann verblüht. Jetzt wäre die optimale Jahreszeit. 

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Ende des Jahres sollen die Kräuter-Angebote jedoch wieder in die Programmplanung für das kommende Jahr aufgenommen werden. Es handelt sich schließlich um mehrjährige Kräuter. „Wir haben uns bei der Bepflanzung damals von der Gärtnerei beraten lassen“, berichtet Bernadette Lange. 

Kräuter kommen auf den Teller

Immerhin kann das Burg-Restaurant den Kräutergarten nutzen – und macht dies auch regelmäßig, wie Pächterin Anna Görlitz berichtet. „Frischer kann es schließlich gar nicht sein“, sagt sie. 

Hauptsächlich werden zum Kochen die üblichen Küchenkräuter verwendet: Rosmarin, Thymian oder Schnittlauch, für Soßen, Suppen und auch zur Dekoration. Durch den Garten im Burghof müssen Kräuter für die Restaurantküche nun nicht mehr zugekauft werden. 

In der Phase des coronabedingten Lockdowns begann Anna Görlitz zudem, selbst Kräutersalze sowie -essig und -öle herzustellen. So stellte sie zum Beispiel ein Himbeer-Rosensalz her, das gut zu Wild oder Steak passt, ebenso ein Rosmarinsalz. Für Öle, Salze und Essig könnten auch gut außergewöhnlichere Kräuter des Gartens genutzt werden, schildert Anna Görlitz ihre Überlegungen. 

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