Mittelalter: Die Castallaniis lagern auf Probe

Kampf zur Probe.

ALTENA ▪ Kriegerisch“ ging es jetzt auf dem sonst so beschaulichen Nettenscheid zu: Gewandete ließen ihre Schwerter klirrten und jagten Pfeile durch die Luft. Doch, das hatte alles seine Richtigkeit, denn die Castellanii aus Altena hatten dort ihr Zeltlager aufgeschlagen.

Die Castellanii, das ist eine Gruppe von Mittelalter-Fans, die es lieben, sich entsprechend der damaligen Zeit zu kleiden und – je nach bevorzugter Darstellung – auch zu bewaffnen. Die Altenaer sind auch in diesem Jahr wieder auf dem Mittelalterfest auf der Lennepromenade (5. bis 7. August) mit dabei.

Alle Möbel neu bauen

Um nun den Aufbau der Zelte und Gerätschaften zu üben, hielt die Gruppe ein Probelager auf dem Nettenscheid ab. Zehn Mitglieder der Gruppe Castellanii nahmen daran teil. Deren Sprecher Markus Schaefer erklärte: „Der Aufbau ist sehr gut gelaufen.“ Und schmunzelnd fügte er hinzu: „Wir mussten nur alle Möbel neu bauen. Die alten waren etwas marode. Und das hat natürlich Zeit gekostet.“ Nicht nur Tische und Bänke wurden selbst hergestellt, auch von den insgesamt fünf Zelten stammt ein Großteil aus eigener Produktion. Insbesondere die Vordächer, Baldachine genannt, wurden von Svenja Schäfer selbst genäht.

Der Zeltaufbau gestaltete sich zum Teil etwas schwierig. Der Boden des Zeltlagers war schwer und verfügte über eine Schotterschicht. Daher war es nicht leicht, die Heringe (Haltekeile) in den Boden zu bringen. Die Castallaniis probten nicht nur den Zeltaufbau, sondern auch das Kämpfen.

Nur kurze Kampfszenen

Da die Aktionen in voller Ausstattung äußerst anstrengend sind, dauerten die Kämpfe nur kurze Sequenzen. Dazu haben die Schwerter ein nicht zu unterschätzendes Gewicht und das Spannen eines Bogens erfordert erhebliche Kräfte.

Während im Probelager auch schon einmal Pizza auf der Verpflegungsliste stand und ein Bier aus der Flasche nicht fehlte, wird es das beim Mittelaltermarkt nicht geben. Dort soll alles authentisch sein, also auch kein Fernsehen, kein Radio und erst recht kein Handy. ▪ Von Hartwig Bröer

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