Mittagessen im zertifizierten Bewegungskindergarten Zwergenburg

Ernährung der Jüngsten im Fokus

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Am Montag stand im Johanniter Kindergarten Zwergenburg wieder Fleisch auf dem Speiseplan. Wer will, bekommt dort auch einen kleinen Nachschlag.

Altena – In den Kindertagesstätten rückt immer mehr das Thema frühkindliche Ernährung in den Vordergrund. Früh soll das Bewusstsein der Kleinkinder für eine gesunde Nahrungszufuhr geschärft werden. Und auch für Eltern scheint das Thema nicht gerade unwesentlich zu sein: „Eltern erkundigen sich oft zuerst über das Mittagessen, bevor sie ihre Kinder hier anmelden“, sagt Karina Lazar, Leiterin des Johanniter-Kindergartens Zwergenburg in Altena.

Die Einrichtung von Lazar ist eine von sieben Kitas, die in Altena ein warmes Mittagessen anbieten. Lediglich die evangelischen Kindergärten Knerling und Rahmede servieren am Mittag kein Menu. Dort bringen die Kinder alles von zuhause mit. Der Grund liegt in der Art der Betreuung: Ab einer wöchentlichen Betreuungszeit von 35 Stunden ist ein Kindergarten gesetzlich dazu verpflichtet, eine warme Mahlzeit anzubieten. Die Einrichtungen am Knerling und in der Rahmede liegen zeitlich unter dieser Grenze. Eine gesunde Ernährung ist für Karina Lazar ein wichtiger Bestandteil der frühkindlichen Erziehung. Ausgewogen soll sie sein. Bei der warmen Mittagsmahlzeit kommt in der Zwergenburg daher zweimal die Woche Fleisch auf den Tisch, zweimal stehen vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan und einmal Fisch. Zum Trinken gibt es Wasser oder ungezuckerten Tee. Auf Kuchen und Süßigkeiten wird in der Regel – auch an Geburtstagen – verzichtet. Stattdessen gibt es als Nachtisch meistens Obst.

Beim Mittagessen der gelben Gruppe wird auch gescherzt und gelacht.

Knapp unter drei Euro kostet so ein Menu am Tag, der Preis ist kostendeckend, wie Lazar versichert. Laut Lazar spiele dabei aber nicht nur die Wahl der richtigen Nahrungsmittel eine Rolle, sondern auch der gemeinschaftliche Aspekt: „Feste Essenszeiten zu haben, ist für die Kinder sehr wichtig. Das kommt in vielen Familien zunehmend zu kurz. Da wird dann gerne mal auf der Couch beim Fernsehen gegessen“, erklärt Lazar. Umso wichtiger sei es, dass die Kinder in ihrer Einrichtung genügend Zeit haben, in Ruhe zu essen. Feste Zeiten seien darüber hinaus strukturstiftend.

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