Vormann fordert mehr Selbstbewusstsein

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Ingo Ziomkowski (links) wurde von Dagmar Freitag (MdB) und Matthias Bergfeld für 25-jährige Parteizugehörigkeit geehrt. ▪

ALTENA ▪ Mit diesem deutlichen Ergebnis hatte Lutz Vormann nicht gerechnet. 29 der 34 anwesenden Mitglieder des SPD-Ortsvereins stimmten bei der Jahreshauptversammlung am Freitag mit Ja und damit für Vormann als neuen Vorsitzenden (das AK berichtete).

In seiner kurzen Rede nach der Wahl sprang Vormann zwischen der Kommunalpolitik und den bevorstehenden Bundestagswahlen hin und her. „Wir müssen Hollstein und der CDU ihre Fehler aufzeigen“, zeigte sich der neue Vorsitzende kämpferisch. Zudem forderte Vormann mehr Selbstbewusstsein von der Altenaer SPD. „Wir haben Dahle geholt“, nannte er ein Ergebnis der Landtagswahlen im vergangenen Jahr. Daneben fand Lutz Vormann auch mahnende Worte an seine Parteikollegen: „Es darf keine Fehden in der Öffentlichkeit mehr geben.“

Der ebenfalls anwesenden SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag versprach Vormann Unterstützung im Wahlkampf. „Wir werden dich voll und ganz unterstützen. (...) Die SPD in Altena ist aufgestellt.“

Freitag berichtete anschließend aus dem Bundestag. Die Regierungskoalition in Berlin bekam von ihr ein erwartet schlechtes Zeugnis. Unter anderem erwähnte die heimische Abgeordnete den kürzlich vorgelegten Armutsbericht der Bundesregierung. „Das war beschämend“, nannte Freitag das Vorgehen der Minister Rösler und von der Leyen.

Die anschließenden Wahlen zum Ortsvereins-Vorstand verliefen in den meisten Fällen eindeutig. Nur Irmgard Ibrom musste ein etwas schlechteres Ergebnis bei ihrer Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden hinnehmen. Sechs Genossen stimmten gegen sie, drei enthielten sich. Als weiterer Stellvertreter wurde Thomas Schmitz bestätigt.

Der scheidende Vorsitzende Matthias Bergfeld wurde neuer Geschäftsführer. Sein Stellvertreter ist Paul Rump. Als Kassierer wurde Thorsten Janson im Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht die erst 22-jährige Vanessa Werner als Stellvertreterin. Beisitzer wurden Reiner Kemmerling und Jochen Bernhardi.

Dennoch verlief die Versammlung nicht immer harmonisch. Bevor die Wahlen anstanden, gab es die Aussprache zu den Berichten aus der Fraktion und dem Ortsverein. Diese übernahm die Fraktionsvorsitzende Irmgard Ibrom. Sie berichtete von der Klausurtagung, einer offenen Fraktionssitzung auf dem Nettenscheid und Gesprächen mit Karl-Heinz Thurm vom Rahmeder Turnverein zum Verkauf der Turnhalle zum Hohle. Genau bei diesem Punkt hakten die Mitglieder später ein. Werner Thiele verlangte vom Ortsverein und der Fraktion mehr Einsatz in der Rahmede. „Da kommt immer nur bröckchenweise etwas“, kritisierte der ehemalige Ortsvorsteher. Ibrom und Lutz Vormann versprachen Besserung. Die nächste offene Fraktionssitzung soll in der Rahmede stattfinden.

Für 25-jährige Parteizugehörigkeit wurde anschließend Ingo Ziomkowski mit einem kleinen Präsent geehrt. Eine besondere Würdigung gab es dafür von Dagmar Freitag: „Das sind Mitglieder die wir brauchen. Ich hab sie im vergangenen Jahr an jedem Wahlstand gesehen.“ ▪ David Schröder

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