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Mit Folgen für die Feuerwehr: B236 wird in Osterferien erneut voll gesperrt

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Von: Thomas Bender

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Die Ferngasleitung im Bereich Buchholz wurde nach dem Hochwasser teilweise erneuert. Jetzt müssen Bachdurchlässe unter den Rohren hindurchgeführt werden.
Die Ferngasleitung im Bereich Buchholz wurde nach dem Hochwasser teilweise erneuert. Jetzt müssen Bachdurchlässe unter den Rohren hindurchgeführt werden. © Thomas Bender

Die nächste Vollsperrung: Ab Samstag kann die B 236 zwischen dem Schwarzenstein und dem Abzweig zum Buchholz wegen dringender Reparaturarbeiten 14 Tage lang nicht befahren werden. Das hat Konsequenzen für den Brandschutz im Stadtteil Buchholz

Altena – In Richtung Letmathe geht schon seit über einer Woche gar nichts mehr auf der B 236. Jetzt wird den Altenaern auch noch der Weg nach Werdohl abgeschnitten: Ab Samstag, 9. April, wird die B 236 in Höhe Schwarzenstein wieder einmal voll gesperrt, und zwar für 14 Tage. Straßen.NRW und die Stadt Altena wollen die Osterferien dazu nutzen, gleich drei Probleme zu lösen. Für wenigstens zwei ist der Starkregen im Juli verantwortlich, beim dritten weiß man das nicht so ganz genau.

Das größte Problem stellen zwei Bachdurchlässe dar, durch die vergleichsweise kleine Bäche aus dem Buchholz die Bundesstraße unterqueren, um schließlich in den Obergraben des Wasserkraftwerks zu münden. Diese Durchlässe wurden beim Hochwasser beschädigt und müssen jetzt erneuert werden. Das gestaltet sich vor allem deshalb schwierig, weil die Bäche nicht nur unter der Straße hergeführt werden müssen, sondern auch unter einer Ferngasleitung. Deshalb kommt nur eine offene Bauweise in Frage – sprich: Bagger müssen ran und bis zu fünf Meter tiefe Löcher graben.

Die Stadt Altena nutzt die Gunst der Stunde, um einen Schaden an der Einmündung der Buchholzstraße in die B 236 beheben zu lassen. Dort ist eine Böschung nie richtig befestigt gewesen. Das ging jahrzehntelang gut – dann aber kam das Wasser und destabilisierte diesen Bereich. Seit dem 14. Juli stützen Dutzende von Bigbags die Böschung provisorisch ab, jetzt soll die Vollsperrung der Bundesstraße dazu genutzt werden, den Schaden endgültig zu beheben.

Gasleitung nach Hochwasser defekt

Nach dem Starkregenereignis im vergangenen Jahr kam es auf der B 236 immer wieder zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen. Unmittelbar nach der Katastrophe musste die wichtige Verbindungsstraße voll gesperrt werden. Eine Ferngasleitung des Netzbetreibers Open Grid Europe (OGE) hatte durch das Wasser Schaden genommen und musste auf einer Länge von 80 Metern erneuert werden. Die Vollsperrung dauerte bis kurz vor Weihnachten 2021. Danach konnte sie, anders als erwartet, aber nicht wieder ganz freigegeben werden. Stattdessen wird der Verkehr weiterhin mithilfe einer Ampelschaltung einspurig durch den Abschnitt geführt, weil noch eine Stützmauer gebaut werden muss. 

Diese Maßnahme ist Bestandteil des Wiederaufbauplans, wird also vom Land bezahlt. Auf 1,4 Millionen Euro schätzen die Gutachter die Schäden allein an dieser Straße. Übrigens: Wegen dieser Baumaßnahme ist eine (ohnehin verbotene) Umfahrung der Vollsperrung der B 236 durch den Stadtteil Buchholz nicht möglich.

Baustelle Nummer drei wird in Höhe der Schwarzenstein-Brache eingerichtet. Dort sackte im März im Bereich eines Straßeneinlaufs die Fahrbahn der Bundesstraße ab. Der Schaden wurde zunächst provisorisch repariert. Jetzt nutzt Straßen.NRW die Vollsperrung, um auch dieses Problem endgültig zu beseitigen.

Gutnachbarschaftlich geregelt wurde, was bei Notfällen passiert: Den Brandschutz für den hinteren Teil der Werdohler Straße übernimmt während der Bauarbeiten die Werdohler Feuerwehr, auch bei medizinischen Notfällen kommt Hilfe aus der Nachbarstadt. Sollte es in der Zeit im Buchholz brennen, wird die bauausführende Firma die Zufahrt aus Richtung B 236 so schnell wie möglich so herrichten, dass Feuerwehrfahrzeuge (die wiederum aus Werdohl anrücken würden) passieren können.

Die Bauarbeiten sollen 14 Tage dauern, der Verkehr also nach den Oserferien wieder fließen – allerdings auch dann nicht ungehindert: Der Bau der neuen Stützmauer zwischen Bundesstraße und Obergraben wird noch Monate dauern. Solange kann dieser Bereich nur einspurig befahren werden.

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