In 13 Minuten 960 Stufen den Fernsehtum hinauf

+
Atemschutzträger müssen fit sein. Zuletzt waren sie an der Grünen Wiese im Einsatz.

ALTENA - Der begehbare Teil des Düsseldorfer Fernsehturms ist 170 Meter hoch. Genau 960 Treppenstufen führen zur Aussichtsplattform. Kaum jemand bewältigt sie zu Fuß. Und doch haben jetzt vier Altenaer Feuerwehrleute gezeigt, wie schnell das gehen kann.

Björn Tuleja, Michael Wenz, Christopher Kettler und Daniel Leiendecker haben die 170 Höhenmeter sogar in voller Atemschutzausrüstung bewältigt und sind knapp „über 13 Minuten geblieben“.

Das Quartett aus der Burgstadt nahm am landesweiten „Firefighter Skyrun“-Wettbewerb – frei übersetzt etwa Feuerwehrmänner-Himmelssturm-Wettbewerb – teil. „Wir sind zufrieden“, sagte Björn Tuleja. Wenn man das bewältigt habe, sei erst mal die Luft raus. Denn als Teilnehmer gehe man bei diesem Leitungswettbewerb „bis an die persönlichen Grenzen“.

„Wir gratulieren den Vieren“, sagt Udo Winter, Leiter der Hauptwache an der Bachstraße und Stadtbrandinspektor Alexander Grass schließt sich an. Die beiden attestieren den Kameraden „sehr respektable Zeiten“, die im landesweiten Durchschnitt im oberen Mittelfeld lägen.

Zurück zum Thema Atemschutz: 20 Kilogramm wiegen Helm, Jacke, Stiefel, Gurte und der Lungenautomat selbst – hinzu kommt das eigene Körpergewicht des Wehrmannes. Wie im realen Löscheinsatz üblich, wurde auch in Düsseldorf im Trupp, bestehend aus zwei Feuerwehrleuten, der Treppenlauf gestartet. Die sportlichen Kameraden der Altenaer Wehr meisterten die 960 Stufen problemlos, mussten nicht pausieren oder gar abbrechen.

Ziel dieses Feuerwehr-Fitness-Trainings ist es, die Belastung unter Atemschutz und kompletter Schutzkleidung zu trainieren und sich mit Kameraden direkt zu messen. Atemschutzträger sind Spezialisten bei der Wehr. Sie dürfen keinen Bart tragen und müssen körperlich absolut fit sein. Bis zum Alter von 60 Jahren können sie diesen schweren und verantwortlichen Job innerhalb ihrer Löschgruppen ausüben. Bis zu 50-Jährige müssen alle drei Jahre zum Arzt, ab dem 50. Geburtstag erfolgt Jahr für Jahr ein Gesundheitscheck, wie Udo Winter erklärend sagt.

Unvorbereitet gingen die vier Männer aus Altena im übrigen nicht in den landesweiten Wettkampf in der Landeshauptstadt. „Wir haben uns den Quitmannsturm am Kohlberg ausgesucht, um uns vorzubereiten“, erzählt Björn Tuleja. Diese Aussichtsplattform ist 14 Meter hoch und hat „nur“ 73 Stufen. „Aber die sind wir 13 Mal rauf und runter gelaufen, so wie in Düsseldorf eben...“

von Johannes Bonnekoh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare