Neues Wohn- und Geschäftshaus

Berg-Stiftung baut Wohn- und Geschäftshaus

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Olaf Berg und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein informierten am Dienstagvormittag über die nächste Millioneninvestition in Altena

[Update, 14 Uhr] Altena - Noch in diesem Monat wird in Altenas Innenstadt mit der nächsten Millioneninvestition begonnen: Die Berg-Stiftung hat den Parkplatz neben dem ehemaligen Café Overbeck gekauft, um dort ein großes Wohn- und Geschäftshaus zu errichten.

19 barrierefreie Wohnungen mit insgesamt 1400 Quadratmetern Wohnfläche wird der Neubau bieten. Sie sind frei finanziert und können damit auch von Menschen bezogen werden, die keinen Wohnberechtigungsschein haben.

Zielgruppe seien in erster Linie Senioren, sagte Olaf Berg, der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung. Es sei aber nicht ausgeschlossen, beispielsweise auch an Familien mit behinderten Kindern zu vermieten. Die Wohnungen werden bis zu 100 Quadratmeter groß sein. Betreuungsmöglichkeiten analog zu denen in den benachbarten Altenwohnungen sind vorgesehen, es wird auch einen Hausmeister geben.

„Einen Riesenbedarf“ sieht Bürgermeister Dr. Hollstein für diese Art des innenstadtnahen Wohnens. Er verweist auf eine zunehmende Zahl von Senioren mit einem Einkommen, das den Bezug einer öffentlich geförderten Altenwohnung unmöglich macht. Solche stellt die Berg-Stiftung in direkter Nähe des geplanten Neubaus im Fritz Berg-Haus zur Verfügung. Dort werde eine lange Warteliste geführt, sagte Olaf Berg. Dass der Bedarf da ist, zeige auch die Tatsache, dass es schon erste Anfragen nach den Wohnungen im projektierten Neubau gebe. Noch offen sei die Nutzung des 250 Quadratmeter großen Ladenlokals im Erdgeschoss.

Die Berg-Stiftung

Die Berg-Stiftung wurde von dem Altenaer Unternehmer Fritz Berg (1901 bis 1979) gegründet. Stiftungszweck ist es, Wohnraum für ältere Altenaer zu schaffen.

Mit der Suche nach Mietern kann die Berg-Stiftung sich auch noch etwas Zeit lassen: Baubeginn ist am 19. September, dann wird das Haus Bungernstraße 2 abgerissen. Der Parkplatz neben Overbeck steht ab dann nicht mehr zur Verfügung. Die Fertigstellung ist für Mai 2016 geplant.

Erste Überlegungen für den Neubau gab es vor etwa vier Jahren. Dass es jetzt so schnell geht, habe auch damit zu tun, dass sich „in Altena in den letzten vier Jahren extrem viel bewegt hat“, sagte Berg. Mit ihrer Investition wolle die Stiftung zu einer weiteren, positiven Entwicklung der Innenstadt beitragen.

Entgegen den ersten Plänen bekommt der Neubau keine Tiefgarage. Das sei finanziell und technisch „nicht darstellbar“, sagte Berg. Stattdessen seien jetzt einige Garagen vorgesehen, weiterer Parkraum stehe Bewohnern und Besuchern in den beiden benachbarten Tiefgaragen zur Verfügung. - von Thomas Bender

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