1,4 Millionen Euro in Spielautomaten Altenas versenkt

Altenas Automaten schlucken fleißig. ▪

ALTENA ▪ In der Burgstadt sind im vergangenen Jahr 1,437 Millionen Euro in Spielautomaten geworfen worden. Das belegen die aktuellen Zahlen der Landesfachstelle Glückspielsucht. Damit liegt die Summe trotz gesunkener Einwohnerzahl exakt auf Vorjahresniveau.

Der Betrag, den jeder Altenaer in die Automaten steckte, ist in den vergangen sieben Jahren kontinuierlich gestiegen. So warfen anno 2004 die Menschen an der Lenne „nur“ 908 055 Euro in die einarmigen Banditen, im Milleniumjahr 2000 waren es bereits 1,223 Millionen Euro.

Vier Spielhallen gab es im Jahr 2011 in Altena. Sechs Jahre zuvor waren es noch fünf solcher Einrichtungen gewesen. Sie hielten für ihre Kunden insgesamt 57 Automaten vor. Hinzu kommen noch 28 Geräte in Gaststätten im gesamten Stadtgebiet. Vor zwölf Jahren hatte die Statistik allerdings noch 40 Geräte erfasst. Fakt ist: Statistisch gesehen kommt auf 226,49 Einwohner ein Geldspielautomat.

Addiert man alle amtlichen Zahlen der Landesfachstelle Glückspielsucht seit dem Jahr 2000 auf, versenkten die Altenaer in den Schlitzen der Automaten in diesen elf Jahren die Summe von mehr als 8,5 Millionen Euro.

An den vielen Geldspielautomaten verdient auch die Stadt Altena. Sie erhebt eine Steuer von zehn Prozent des Einspielerlöses. Wie die Kämmerei auf Anfrage bestätigte, nahm sie dafür in den Jahren 2008 rund 123 000 Euro, 2009 rund 8 000 Euro weniger und 2010 immerhin 129 000 Euro ein. Für 2011 stehen Einnahmen von 95000 Euro im Etat, dieser Ansatz dürfte aber überschritten werden, wie Kämmerer Kemper im Haushaltslanentwurf für 2012 schreibt. Wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sieht auch Kemper Diskussionsbedarf, was den Hebesatz für diese Steuer betrifft: Über eine Erhöhung müsse nachgedacht werden, schreibt er – „dabei wird eine Orientierung an den Steuersätzen der umliegenden Kommunen gesucht“. ▪ job

http://www.gluecksspielsucht-nrw.de

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