Internet und Telefon „tot“

Keine Verbindung zum Internet haben derzeit einige Mieter der Altenaer Baugesellschaft. ▪ Symbolbild

ALTENA ▪ Der Wechsel der Altenaer Baugesellschaft (ABG) zu einem neuen Versorger für den Fernseh-Kabelempfang hat für etliche Mieter unangenehme Konsequenzen gehabt. Sie haben zwar Fernsehempfang, stehen aber seit dem 1. Januar ohne Telefon- und Internetverbindung da. Kamen die Fernsehprogramme bisher über UnitiyMedia ins Haus, ist nun die BIG Medienversorgung in Mönchengladbach zuständig. So weit, so gut.

Für Kopfschütteln bei den Mietern aber hat ein Schreiben gesorgt, mit dem der Unitymedia Kundenservice in Bochum zum Ende des Jahres auch Leistungen gekündigt hat, die über den Fernsehempfang hinaus gehen. Viele Kunden hatten nämlich über Unitymedia auch ihren Telefonanschluss und die Internetversorgung laufen. Beide Leistungen hat Unitymedia offenbar unter Hinweis auf die Kündigung des Sammelvertrages durch die Baugesellschaft dann ihrerseits in Schreiben an die Kunden gekündigt. In einem Schreiben heißt es: „Natürlich würden wir Sie gerne mit den Paketen versorgen - dies liegt in der Entscheidung Ihrer Wohnungsgesellschaft.“

Ein Mieter berichtet, dass er sich bei Unitymedia darum bemüht habe, die Bereitstellung des Internet- und Telefonanschlusses aufrecht zu erhalten. Darauf hin sei durch einen Mitarbeiter der Bochumer Firma von einem „Vermarktungsverbot“ gesprochen worden.

BGA-Vorstand Joachim Effertz kann dieses Argument nicht verstehen. „Es gibt kein ‘Vermarktungsverbot’ - wir stellen uns doch niemandem in den Weg.“ Vielmehr habe man die Mieter, die mit solchen Problemen vorstellig geworden seien, eigens mit einem Schreiben zur Vorlage bei Unitymedia ausgestattet. Es besage, dass die ABG keinerlei Einwände hat, wenn Mieter eigene Verträge für Telefon- und Internet mit Unitymedia schließen.

Effertz fragt sich, warum sich die Bochumer hier Umsätze entgehen lassen. Andererseits wisse er, dass noch im Dezember etliche neue Verträge mit Mietern geschlossen worden seien. In der kommenden Woche will er ein Gespräch mit Unitymedia führen. ▪ Thomas Keim

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